Philips: Gewinneinbruch fordert Jobabbau, Verkauf der TV-Sparte verzögert

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Ein massiver Gewinneinbruch nötigt Philips zu weiteren Stellenstreichungen. Nachdem der Nettogewinn im dritten Quartal 2011 um 85 Prozent auf 76 Millionen gefallen ist (2010: 524 Millionen), kündigt der niederländische Elektronikkonzern an, nochmals 4.500 Jobs zu streichen.

Beim ins Stocken geratenen Joint-Venture-Deal mit TPV ist van Houtens Verhandlungsgeschick gefragt. (Bild: Philips)

Zum Sparplan für das Unternehmen gehört neben dem Stellenabbau auch der Verkauf der verlustreichen TV-Sparte an TPV. An sich sollte das Gemeinschaftsunternehmen mit dem chinesischen Displayhersteller bis Ende 2011 etabliert sein, laut Konzernchef Frans van Houten sind die Verhandlungen jedoch ins Stocken gekommen.

Das unter anderem auch als OEM-Fertiger mit Philips verbundene Unternehmen TPV soll mit 70 Prozent an dem Joint Venture beteiligt sein, während die Niederländer nur noch 30 Prozent halten würden. Lasse sich während der intensiv und konstruktiv geführten Verhandlungen keine endgültige Einigung erzielen, ziehe Philips alternative Möglichkeiten in Betracht, so van Houten.

Das TV-Business, seit Jahren im Minus, machte im Quartal drei 54 Millionen Euro Verlust, noch einmal etwa 40 Millionen mehr als im Bezugszeitraum des Vorjahres. 600 Entlassungen ließen die Angestelltenzahl hier auf 3.600 schrumpfen. Einstelligem Wachstum der Bereiche Lighting und Healthcare ist es zu verdanken, dass der Konzernumsatz nur leicht von 5,46 auf 5,39 Milliarden Euro sank.

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