US-TV-Markt: Vizio und Westinghouse kündigen Preissenkungen an

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Preissenkungen im vierten Quartal 2011 sollen die Absätze nordamerikanischer TV-Anbieter retten. Denn die als vorweihnachtliche Rabattaktionen dargestellten Maßnahmen sind eher Verzweiflungstaten als Marketinginstrumente.

14 Modelle will Vizio im Preis herabsetzen, zum Teil um 100 USD. „Solche Preisbewegungen wären nicht ohne ausreichende Lagerbestände möglich“, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Dabei macht die aktuelle Nummer eins im US-TV-Markt aus der Not eine Tugend, denn Fakt ist, dass die enttäuschende Verbrauchernachfrage des Gesamtjahres zu einem ungesund hohen Lagerbestand geführt hat.

Austragungsort für die TV-Preisschlacht: Filialen von Großhandelsketten wie Walmart und Best Buy. (Bild/Logos: Westinghouse, Vizio)

In Zeiten, da Preiserosion auf dem Panelmarkt und knallharter Preiswettbewerb die Margen im TV-Business regelrecht vernichten, ist der Umsatz nur noch über Massenverkäufe beeinflussbar. Zumindest in dieser Disziplin will Vizio den Dauerrivalen Samsung schlagen: Die Führungsposition beim TV-Absatz in Nordamerika wolle man übers Gesamtjahr 2011 halten, so Vizio.

Mitbewerber Westinghouse bietet US-Verbrauchern ein Premium-Feature ohne Preisaufschlag: Der Hersteller passt die Preise seiner LED-TVs an CCFL-Modelle an, und will wenigstens 40 Prozent billiger sein als die Konkurrenz.

Das Beispiel verdeutlicht, wie ruinöse Preisgestaltung und beschleunigte Produktlebenszyklen die TV-Hersteller zwingen, neue Features schneller als je zuvor über die gesamte Produktpalette bzw. den vollen Preisbereich auszuweiten. Schon geschehen bei LED-Backlight und 120 Hertz, lässt dieser Trend bei Smart- und 3D-TVs sicher auch nicht mehr lange auf sich warten.

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