Pico-Projektoren: Young Optics setzt Fokus auf Lichtstärke

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Nachdem es Young Optics gelungen ist Module für Projektoren zu bauen, die so klein – und vor allem flach – sind, dass ihre Bautiefe lediglich noch so hoch ist wie ein Kamera-Modul fürs iPhone, schreibt der Hersteller und Ausrüster von optischen Modulen seine Agenda um: 2011 steht die Verbesserung der Lichtleistung im Vordergrund, und das Unternehmen hat Pläne, wonach die maximale Helligkeit von Pico-Projektoren auf 20 Lumen je Watt erhöht werden soll.

Young Optics hat nicht nur Farbfilter und -räder im Portfolio, sondern auch Projektionsobjektive. (Bild/Logo: Young Optics)

Die Digitimes nennt gut informierte Kreise aus dem Markt als Quelle für die Prognose, dass der Weltmarkt für Pico-Projektoren in diesem Jahr ein Volumen von drei bis fünf Millionen Geräten erreichen soll. Die Märkte für digitale Videoprodukte (DV) und Digitalkameras (DSC) werden als wesentliche Absatz-Generatoren angesehen. Daher will auch Young Optics seine integrierbaren Bildwerfer zuerst auf digitalen Videomarkt platzieren, wobei man Potenzial für hohe Nachfrage im High-End-Segment sieht.

Der Markt für Handapparate ist nach wie vor beschränkt durch Strombedarf, Größe, Helligkeit und vor allem den Preis. Marktinsidern zufolge müssten die Preise für implementierbare Pico-Module auf weniger als zehn Prozent ihrer jetzigen Höhe sinken, ehe der Markt in Bewegung gerät.

Um für die Integration in ein anderes Produkt tauglich zu sein, dürfen Pico-Beamer nicht größer sein als ein Fünfcentstück und müssen eine Mindesthelligkeit von zehn Lumen je Watt mitbringen, so Young Optics. Während die Miniaturisierung erreicht ist, hapert es noch am Preis. Doch Besserung ist in Sicht: Von 50 US-Dollar werden die Module voraussichtlich bis Ende 2011 auf etwa 40 US-Dollar fallen.

Der Konzernumsatz von Young Optics belief sich 2010 auf 7,48 Milliarden NT-Dollar (182,67 Millionen Euro); der Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr beträgt 33,5 Prozent. Laut dem Unternehmen verringerte sich die Bruttomarge allerdings um 3,08 Prozent. Ursache dafür seien gestiegene Arbeitskosten in China und die Wertsteigerung des NT-Dollars.

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