Plastic Logics zeigt A4-E-Book Anfang 2010 zur CES Las Vegas

0
36

Details zu seinem neuesten elektronischen Lesegerät Que ProReader hat Plastic Logic , Spezialist für Polymertransistoren, am Montag bekannt gegeben. Wie Amazons Kindle oder der Sony Reader besitzt der ‚Que‘ ein E-Ink-Display, damit Text gestochen scharf dargestellt werden kann.

Ein großer Schritt Richtung digitaler Papierersatz ist das ultradünne und flexible Plastikdisplay des Que ProReader. (Foto: Plastic Logic)

Im Unterschied zum Branchenprimus und seinem Kronprinzen verfügt das Lesegerät über einen deutlich größeren Bildschirm: Die Maße 8,5 mal 11 Zoll (21,6 x 28 Zentimeter) weisen ihn als A4-Äquivalent aus.

Anstelle eines Glasdisplays ist der Bildschirm des Que ProReader aus Plastikpolymersubstrat gefertigt, was ihn nicht nur robuster macht, sondern vor allem eins: flexibel.

Dass der ganze Reader lediglich 8,5 Millimeter dick ist und nur etwa 370 Gramm wiegt, macht es noch leichter, ihn als Papierstapel oder Zeitschrift wahrzunehmen. Eigentlich kann er ja auch eine solche sein: Dank Touchscreen-Oberfläche lassen sich nämlich Magazin- oder Zeitungsseiten umblättern.

Vom Marketing her auf Geschäftsreisende und Unternehmer abgezielt, soll der Reader laut Hersteller tatsächlich als vollständiger Papierersatz fungieren. Die entsprechenden Inhalte gelangen via UMTS, per WLAN und über einen USB-Anschluss auf den internen Speicher. Über dessen Größe wurde allerdings noch nichts ausgesagt.

Im Umgang mit Dateiformaten oder dem Verstehen von Anwendungen geht Plastic Logic auch einen anderen Weg – das Unternehmen setzt auf Offenheit. Erkannt werden die Formate PDF, GIF, RTF, Visio, JPEG, PNG, HTML, BMP, eReader-DRM von Adobe und ePub. Microsoft-Office-Dateien (2003 bis 2007) sollen sich ebenso anzeigen lassen wie E-Mails und Kalendereinträge.

Über die Preisvorstellung für den Reader schweigt sich Plastic Logic bis dato aus. Ein Unternehmenssprecher deutete allerdings an, dass er sich aufgrund des großen Displays zwischen 300 und 850 US-Dollar bewegen könne. Für die Akkulaufzeit soll die Bildschirmgröße jedoch nicht nachteilig sein; laut Hersteller soll der Strom für mehrere Tage reichen.

Das Lesegerät sol am 7. Januar auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas einem breiteren Publikum präsentiert werden, Markteinführung in Deutschland wir nicht vor April erwartet. Neugierige können der Que ProReader hier bereits in Aktion zu sehen.

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen