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Probleme mit Zulieferern schuld an verspätetem iPad-Start

Apple hat Schwierigkeiten mit Zulieferern von Komponenten für das iPad. Weil TPK Touch Solutions nicht ausreichend kapazitive Touchpanels für das iPad liefern kann, hat der US-Konzern Aufträge an den Konkurrenten Wintek übertragen. Das berichtet das taiwanische Magazin Digitimes unter Berufung auf Branchenkreise.

Das taiwanische Zulieferunternehmen TPK Touch Solutions habe Lieferprobleme, weshalb Apple Aufträge an Wintek übertragen habe. Wintek wollte den Bericht gegenüber der Digitimes nicht kommentieren. Bisher stellt Wintek hauptsächlich kleine und mittelgroße LCD-Panels her und muss seine Produktionskapazität nun steigern. Kürzlich gab der Hersteller den Aufbau einer neuen Fertigungsanlage in der südchinesischen Stadt Dongguan bekannt. Die aktuelle Kapazität reiche aber für bestehende Aufträge aus, betonte Wintek.

Stimmen die Schätzungen, dann erhält nur jeder sechste Vorbesteller rechtzeitig ein iPad (Bild: Apple).

Schwierigkeiten scheint es aber auch bei Wintek zu geben. Bereits Mitte März 2010 hatte die Tageszeitung Liberty Times berichtet, dass Engpässe und Probleme in Winteks Touchpanel-Fertigung Auslöser für die Verspätungen bei der Auslieferung des iPad komme. Wintek reagierte mit einer Mitteilung an der Börse in Taipeh, in der das Unternehmen erklärte, sämtliche Werke arbeiteten plangemäß. Zu einzelnen Kunden und Aufträgen könne sich der Auftragshersteller jedoch nicht äußern.

Zuvor hatte Peter Misek, IT-Analyst bei Canaccord Adam, erklärt, dass der Auftragshersteller Foxconn das iPad nicht wie geplant ausliefern könne. Die erforderlichen Stückzahlen würden nicht erreicht, daher sei der Produktstart auf April 2010 verschoben worden. Die 700.000 iPads, die Foxconn im März fertigstellen könne, lägen unter dem ursprünglichen Ziel von einer Million. Außerdem, so Misek, könnten noch Mängel in der Endmontage auftreten, die zu weiteren Einbußen an Stückzahlen führen könnten.

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