Prognose: Panelhersteller bleiben in den roten Zahlen

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Nach der Bekanntgabe hoher Verluste im ersten Quartal 2011 geht die Digitimes davon aus, dass die Panelbranche auch im Folgequartal wieder rote Zahlen schreiben wird. Nach Auffassung des Branchenmagazins soll daran auch die aktuell einsetzende Umkehr der Preiserosion nichts ändern. Im Gegenteil: Die Aussichten, 2011 überhaupt in die schwarzen Zahlen zurückkehren zu können, stünden schlecht für die Panelhersteller. Marktprognosen zufolge sollen die Panellieferanten zumindest während der ersten Jahreshälfte nicht aus dem Minus kommen.

Einzige Kategorie mit April-Wachstum – der Tablet-Panel-Absatz. (Bild: Vizio)

Viele Panelproduzenten, wie beispielsweise Samsung Electronic aus Südkorea oder die taiwanischen Primusse Chimei Innolux (CMI) und AU Optronics (AUO) hatten Quartal in der Verlustzone beendet. Doch jüngst haben sich die Preise für TV-Panel wieder leicht erholt und sind auf früheres Niveau zurückgekehrt. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass sich die Umsätze im Mai erhöhen und die Erlöse zwischen Juni und Juli so hoch sein werden wie die Kosten. In Quartal drei, so heißt es, könnten sich die Bedingungen mit guter Wahrscheinlichkeit verbessern.

Dann dürften die Panelhersteller die Verhandlungsmacht bei der Preisbestimmung wieder auf ihrer Seite haben. Jedoch gebe es eine starke Wechselbeziehung zwischen dem Ausmaß der Preiserhöhung und der Rückkehr in die Gewinnzone. Ungenannte Quellen aus der Industrie schließen nicht aus, dass die Panelproduzenten 2011 durchgängig Verluste machen. Selbst wenn in den beiden letzten Quartalen Gewinne möglich seien, wären sie nicht ausreichend, um die gewaltigen Verluste des ersten Halbjahres zu decken.

Im April ist die Zahl der seit März verkauften Panel um 2,1 Prozent auf 56,34 Millionen gesunken, laut WitsView ist das leichte Minus eine saisonale Erscheinung bzw. der geringen Nachfrage nach Unterhaltungselektronik geschuldet. TV-Panel rutschten um 3,9 Prozent auf 16,37 Einheiten, bei den Monitoren gab es einen Rückgang um 5,5 Prozent auf 16,88 Millionen. Ähnlich erging es dem Notebook-Panel-Segment, das um 4,3 Prozent auf 14,7 Millionen Bildschirme einbrach.

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