Rambus nimmt LED-Geschäft auf

0
13

Der kalifornische RAM-Hersteller und Technologie-Lizenzierer Rambus tritt nach einer Meldung der Digitimes in den Markt für Leuchtdioden ein. Grundlage dafür ist der erfolgreichen Abschluss der Fusion mit dem Ende letzten Jahres gekauften Unternehmen Global Lighting Technologies (GLT).

Einblicke in den GLT-Produktionsprozess, der nun zu Rambus gehört (Bild: GLT).

Im Rahmen des Zusammenschlusses hatte Rambus 26 Millionen US Dollar in den Erwerb von GLT sowie 84 seiner optoelektronischen Patente, darunter eins für die MicroLens-Technologie, investiert. Ein Team von GLT-Entwicklern war ebenfalls Bestandteil des Geschäfts. Wie das Unternehmen mitteilte, ist Rambus nun in der Lage, Beleuchtungslösungen, Beratungsdienste für optisches Design und moderne optische Simulationen anzubieten und in kürzester Zeit Prototypen zu entwickeln.

Laut Marc McConnaughey, Vizepräsident für strategische Entwicklung im Bereich Beleuchtungs- und Bildschirmtechnologie, lässt sich das LED-Geschäft sehr gut mit Rambus’ bestehenden Technologien kombinieren, um den LCD-TV-Markt zu erschließen. Dank MicroLens-Technologie will das Unternehmen die Anzahl der in einem 46-Zoll-LCD-Fernseher eingesetzten LED-Chips von 360 auf 150 reduzieren. Zugleich soll es gelingen, die Beleuchtung gleichmäßiger zu machen und die Helligkeit sowie die Betrachtungswinkel zu erhöhen.

Der bei der Fertigung zur Anwendung kommende Roll-to-Roll-Prozess, bei welchem elektronische Bauteile auf flexible Plastik- oder Metallfolien aufgebracht werden, soll die Kosten für Lichtleiterplatten für 46-Zoll-Fernseher mit LED-Hintergrundbeleuchtung auf weniger als 20 US Dollar reduzieren, sagte McConnaughey weiter. Rambus produzierte bisher LED-Elemente für Displayanwendungen in Größenordnungen von einem bis 70 Zoll.

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen