Samsung: Q1-Verluste trotz Umsatzerhöhung

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In Quartal eins ist der Gewinn von Samsung um 30 Prozent in Jahresfrist eingebrochen. Trotz des beträchtlichen Minusbetrags bleibt ein Überschuss von 2,8 Billionen Won (1,8 Milliarden Euro). Teilursache für den Rückgang sei reduzierte Rentabilität bei den LCD-Panels und TV-Apparaten.

Als Display City bezeichnen die Südkoreaner den Tangjeong-Industriekomplex. (Foto: Samsung)

Hinzu komme, dass Rohmaterialien sich verteuert hätten und es auf den Finanzmärkten Europas Unsicherheiten gegeben hätte, beschreibt Samsung-Vize Robert Yi das schwierige Geschäftsumfeld des ersten Quartals. Wachstumstreiber waren die Geschäftszweige Telekom und Halbleiter-Business, wo Smartphones und Tablet-PCs gute Absatzzahlen brachten.

Der Gesamtumsatz kletterte um sieben Prozent auf 37 Billionen Won (23 Milliarden Euro). Realistisch war demnach die Ergebnisprognose der Südkoreaner vom 7. April: Das Unternehmen war davon ausgegangen, mit einem geschätzten konsolidierten Umsatz von 37 Billionen Won (23 Milliarden Euro) einen Gewinn von circa 1,837 Milliarden Euro realisieren zu können. Im Display-Panel-Geschäft verzeichnete Samsung einen operativen Verlust von 230 Milliarden Won (145,719 Millionen Euro) auf Basis von 4,12 Milliarden Euro Umsatz. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Jahres 2010 stellt das ein fünfprozentiges Minus dar.

Saisonbedingt schrumpfte der globale Absatz von LCD-Panels seit Quartal vier 2010 um acht Prozent. Enttäuscht hatten auch die Neujahrsfest-Verkaufszahlen in China, hinzu kam verhaltene Bestandsführung aufseiten der Hersteller, die mit Nachbestellungen geizten. Auch Samsung musst einen Quartalsrückgang beim Panelabsatz hinnehmen, jedoch waren die Stückzahlen zehn Prozent höher als zwölf Monate zuvor. Positiv: die Zunahme im Premium-LED-Segment und bei den Tablet-PCs, die einen Absatzzuwachs von mehr als 30 Prozent hinlegten.

Samsung geht davon aus, dass die Nachfrage nach LCD-Panels Ende des zweiten Quartals an Fahrt aufnimmt. Dann stocken die Gerätehersteller ihre Lager in Vorbereitung auf die Hochsaison in Quartal drei auf. Aktuell lautet die oberste Priorität, das TV-Business wieder rentabel zu machen. Die Mittel dazu heißen hohe Differenzierbarkeit von Produkten und Verbesserung der Effizienz in den Fertigungsstrecken.

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