Sharp schließt Liefervertrag mit chinesischer Gome ab, beendet Rückzugsgerüchte

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Anfängliche Gerüchte über einen Rückzug des japanischen Herstellers Sharp aus weiten Teilen des chinesischen Einzelhandelsgeschäfts haben sich nicht bestätigt. Den Gerüchten zufolge hätten die angeblichen Rückzugsabsichten ihren Grund in den Vorfällen um den Chef der Einzelhandelskette Gome gehabt, Huang Guangyu, gegen den derzeit wegen Kursmanipulation ermittelt wird und der als reichster Mann Chinas gilt. Sharp habe folglich den Ausstieg bei Gome gesucht und wolle das Unternehmen darüber hinaus dazu bewegen ausstehende Zahlungsverbindlichkeiten zu begleichen.

Die Gerüchte erwiesen sich nun jedoch als haltlos, nachdem Sharp öffentlich erklärte, dass man mit Gome einen neuen Vertrag über die Lieferung und das Marketing von LCD-TVs in Höhe von einer Milliarde Yuan (~146 Millionen Euro) geschlossen habe.

Das Unternehmen Gome Electrical Appliances Holding Ltd., dessen Gründer Huang Guangyu als Schulabbrecher im Alter von 16 Jahren begann elektronische Kleingeräte auf den Straßen Pekings zu verkaufen, verfügt heute über 1.000 Geschäfte in China unter anderem mit den Tochtergesellschaften Yongle und Dazhong.

Den Gerüchten ein Ende bereitend, merkte Liu Wei, stellvertretender Geschäftsführer bei Sharp, zu der Erweiterung der Partnerschaft lediglich an, dass man nicht aufhören werde Gome zu beliefern. Die im neuen Vertrag vorgesehenen Geräte sollen bereits im Dezember in Geschäftsstellen der Gome-Kette verfügbar sein. Neben den üblichen LCD-TV-Bilddiagonalen soll auch Sharps neuer besonders dünner 65-Zoll Fernseher unter den Geräten sein.

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