Sharp setzt Produktion in Sakai aus, Bericht über möglichen Verkauf des Panelwerks

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Sharp unterbricht den Betrieb seines 10G-Werks in Sakai im November für zwei Wochen. Auch von einem möglichen Verkauf ist die Rede. Laut der chinesischen Commercial Times hat Sharp seine Lieferanten über den Produktionsstopp informiert und will die Auslastungsrate künftig am Lagerbestand orientieren.

Unter einem Dach: Neben LCD-Panels nach 10G-Standard produziert Sharp außerdem Solarzellen in Sakai. (Foto: Sharp)

Begründet wird die Maßnahme mit der schwachen Nachfrage nach großen LCD-Panels und hohen Verlusten in diesem Bereich. Angesichts der branchenweiten Abkehr von Großformat-Displays ist der Vorzug der Fabrik in Sakai derzeit ihr größter Nachteil: Im modernsten Panelwerk der Welt schneidet Sharp die Panels aus 8,7 qm großen Glassubstraten, während in den 8G-Fabriken der Rivalen aus Südkorea, Taiwan und China nur 5,5 qm messende Trägergläser verarbeitet werden.

Während Sharp noch zu Jahresbeginn 2011 geäußert hatte, eine identische Fabrik in China errichten zu wollen, soll der Konzern bereits mit chinesischen Panelhersteller CEC-Panda LCD Technology in Verkaufsverhandlungen getreten sein. Vor kurzem hatten die Japaner ihr Absatzziel LCD-TVs für das laufende Jahr auf 13 Millionen gesenkt, im Vergleich zum Vorjahr eine deutliche Kürzung.

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