Smart Watches- echte Alternative oder doch bloß überteuerte Spielerei?

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Bereits alle großen Hersteller haben sich mindestens einmal an einer Smart Watch versucht. Sie zählen zur großen Hoffnung der Branche, die die Uhren in die Kategorie »Wearables« einordnet, tragbare Elektronik. Sony hat sie schon lange, das Pebble-Modell ist gerade frisch auf dem Markt, Microsoft ist daran gescheitert und Apple steht angeblich kurz vor einem Release.

Pebble (Bild: Pebble)

In der Theorie hören sich die Funktionen gut an, in der Praxis halten die intelligenten Uhren allerdings nicht was sie versprechen. Neben der klobigen Optik, die im besten Fall all sportlich bezeichnet werden kann, sind die Smart Watches vor allem eins- teuer. Von 89 bis 299 Euro kosten die Uhren, die uns das Leben einfacher machen sollen. Sie sollen all das können, was eine normale Uhr auch kann – und etwas mehr. Und daran scheitert es bereits bei einigen Modellen.

Uhren sollen zunächst einmal eins- die Uhrzeit anzeigen. Sofort und ohne umständliche Handgriffe. Das ist allerdings bei den Smart Watches anders, zumindest bei Sonys SmartWatch und der I’m Watch. Um die Batterie nicht zu schnell zu leeren, muss das Display dieser Uhren durch Tastendruck oder Berührung des Bildschirms aufgeweckt werden. Zudem sind diese allesamt unselbstständig. Ohne zugehöriges Smartphone sind sie schlichtweg hilflos. Erst wenn sie über die Funktechnik Bluetooth mit dem Handy verbunden sind, können sie mehr als nur die Uhrzeit anzeigen. Allerdings sind die Uhren äußerst launisch was das Verbinden angeht. Oft finden sie das gekoppelte Gerät nicht oder verlieren die Bluetooth Verbindung. Dann kann es sogar vorkommen, dass nicht mal mehr die Uhrzeit angezeigt wird.

Überhaupt müssen sich die Träger der Smart Watches von alten Gewohnheiten verabschieden. Mit Ausnahme der Cookoo hält keine der intelligenten Uhren länger als eine Woche durch. Die I’m Watch muss sogar täglich geladen werden. So muss man also als Smart Watch Träger nicht nur die Akkuleistung des Smartphones sondern auch für die Uhr im Blick haben.

Wofür braucht man also so eine Uhr, mag sich so manch einer fragen. Denn tatsächlich haben die Smart Watches nur eine Stärke. Man muss das Smartphone nicht mehr aus der Tasche kramen, denn die Uhren zeigen Anrufer auf dem Display mit Namen und kündigen das Telefonat mit einem Vibrieren an. Auch das Lesen von SMS und Emails oder Facebook- Einträgen ist am Handgelenk möglich. Darauf antworten kann man allerdings nicht. Die Texteingabe über die winzigen Displays wäre wohl auch zu mühsam.

Bei aktuellen Stand der Technik macht leider keine der derzeit verfügbaren Uhren das Leben leichter. Vielleicht ändert Apple das ja mit seiner iWatch. (ptext)

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