Sony: doch kein Plus im letzten Geschäftsjahr, Absatzziel 2011 wahrscheinlich gesenkt

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Sony muss seine Ergebnisschätzung für das Geschäftsjahr 2010/11 revidieren. Lautete eine Prognose von Anfang Februar noch auf 606 Millionen Euro Plus, rechnet der Konzern jetzt mit einem Fehlbetrag von 2,25 Milliarden Euro. Somit stellt der Elektronikkonzern zum dritten Mal in Folge jährliche Verluste in Aussicht. Als Ursache gibt der Hersteller Steuerbelastungen an.

Am Donnerstag gibt Sony die endgültigen Geschäftsergebnisse bekannt. (Bild/Logo: Sony)

Keinerlei Einfluss habe die Korrekturmaßnahme auf den erwarteten operativen Gewinn von umgerechnet rund 1,73 Milliarden Euro und die Erlöse vor Steuern, so eine Pressemitteilung des Unternehmens. Auch für den geplanten TV-Absatz könnte es eine Kurskorrektur geben. Laut von der Digitimes zitierten Branchenquellen dürfte das neue Absatzziel für das laufende Jahr 20 bis 30 Prozent niedriger liegen als zuvor. Vor Optimismus strotzend, hatte Sony 2010 Stückzahlen von bis zu 30 Millionen in Aussicht gestellt.

Die schleppenden Absätze in der TV-Sparte hätten den Japanern allerdings einen Strich durch die Rechnung gemacht, so die Quellen. Wesentlichste Absatzbremse sei die Tatsache, dass die Wirtschaft in Europa und den USA dem weltweiten Aufschwung noch hinterherhinke. In den letzten Jahren lag Sonys Fokus darauf, das LCD-TV-Geschäft profitabel zu machen. Zu diesem Zweck hatte man sich stark in den LED- und 3D-Märkten engagiert. Schwindende Nachfrage im zweiten Halbjahr 2010 sorgte jedoch erneut für Absatzzahlen unterhalb der Erwartungen.

Aufgrund der Naturkatastrophen in Japan war Sony gezwungen, mehrere Fabriken zu schließen. Weitere strombedingte Produktionsunterbrechungen sind für den Sommer geplant. Vor August oder September werde der Betrieb nicht wieder aufgenommen, so die Digitimes. Das Beben kostete Sony circa 190 Millionen Euro.

Wie der Konzern mitteilte, könne man aktuell noch auf umfangreiche Lagerbestände zurückgreifen, rechne jedoch mit potenziellen Lieferengpässen, vor allem bei Premium-TVs. Verursacht werden diese durch Lücken in der Rohstoffversorgung und Knappheit bestimmter Komponenten. Die langfristigen Folgen abzuschätzen, sei momentan noch nicht möglich.

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