Sony: mögliches Aus für S-LCD-Beteiligung

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Aufgrund der permanenten Verluste seiner TV-Sparte erwägt Sony den Ausstieg aus dem mit Samsung gegründeten Gemeinschaftsunternehmen S-LCD. Berichten zufolge streben die Japaner bis Ende des Jahres eine Lösung an. Weder Samsung noch Sony wollten eine Stellungnahme zu den Spekulationen abgeben, berichtet die Digitimes. Bereits im Sommer 2011 waren Trennungsgerüchte aufgekommen, von den Firmen jedoch dementiert worden.

Sonys TV-Sparte schreibt seit sieben Jahren rote Zahlen. (Logo: Sony)

Mit einem Aktienpaket von 51 Prozent hält Samsung die Mehrheit an dem 2004 gegründeten Joint Venture. Sony, deren Gesamtverlust im TV-Business bis heute auf sechs Milliarden USD geschätzt wird, besitzt 49 Prozent. Im Falle einer Trennung muss Samsung entweder Sonys Anteil mit einem Investitionbudget von 1,6 Milliarden USD kaufen oder einen neuen Käufer finden. Ob Taiwans Großhersteller AU Optronics (AUO) und Chimei Innolux (CMI) dafür infrage kommen, ließ die Digitimes offen. Das Branchenportal stellte jedoch heraus, dass die beiden Unternehmen am meisten von einem Ausstieg Sonys bei S-LCD profitieren würden.

Der einstige Weltmarktführer Sony hält heute nur noch einen Elf-Prozent-Anteil am Weltmarkt für TVs, während die südkoreanischen Rivalen Samsung (22%) und LG (14%) sich die vorderen Plätze gesichert haben. Marktinsidern zufolge hat Sony daheim an Boden verloren. Das TV-Marktvolumen in Japan soll von geschätzten 13 Millionen Geräte in diesem Jahr auf sieben Millionen im Jahr 2012 einbrechen, schätzen die Experten.

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