Sony: Outsourcing wächst auf 50%; 30% Marktanteil bei Heimkino-Beamern

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Seitdem Yoshihisa Ishida, Chef von Sonys TV-Sparte, im April 2009 die Zügel übernahm, hat der Konzern schrittweise sowohl Produktionskosten gesenkt als auch die Outsourcing-Quote erhöht. Nun will Sony seine Fremdproduktion auf 50 Prozent ausweiten. Das berichtet der Branchendienst Digitimes unter Berufung auf die japanische Zeitung Yomiuri Shimbun.

Mit seinem strikten Outsourcing-Kurs ist Sony die Sanierung seiner lange Zeit verlustreichen TV-Sparte gelungen. (Logo: Sony)

Bislang ließ der japanische Elektonik-Multi 30 Prozent durch Outsourcing-Partner fertigen. Innerhalb von nur zwei Jahren haben die Japaner die Zahl ihrer Fabriken von neun auf vier reduziert. Während Sony den Google-TV durch Winstron herstellen lässt, hat Foxconn erst in diesem Jahr hat Foxconn LCD-Fabriken in Mexiko und in der Slowakei von Sony erworben. Beide taiwanischen Unternehmen sind die wichtigsten OEM-Partner für Sony. Aufgrund der bestehenden Geschäftsbeziehung zwischen Sony und Foxconn (Hon Hai Industries) soll Chimei Innolux maßgeblich von künftigen Outsourcing-Aufträgen profitieren, will die Digitimes erfahren haben.

Ausgebremst vom schwachen US-TV-Markt, wird Sony das Absatzziel für 2010 voraussichtlich nicht erreichen: Bis zum Ende des Geschäftsjahres am 31 März 2011 dürfte die angepeilte Marke von 25 Millionen Geräten nicht zu knacken sein. Nichtsdestotrotz lautet die Vorgabe für das nächste Geschäftsjahr 35 Millionen Einheiten. Nicht weniger hoch hebt Sony die Latte in der Beamersparte: Der Weltmarktanteil im Full-HD-Segment der Heimkinoprojektoren soll 2011 auf 25 bis 30 Prozent ausgebaut werden.

In Taiwan, wo sich Sony seit etwa acht Jahren stark engagiert, ist dies bereits gelungen: Laut Unternehmensangabe liegt die Marktbeteiligung am taiwanischen Markt für Premium-Bildwerfer derzeit bei 25 bis 30 Prozent. Das Portfolio umfasst etwa zehn Modelle für Endkunden, kommerzielle Klienten und den Bildungsmarkt, beim überwiegenden Teil davon handelt es sich um Premium-Geräte. Die Mehrzahl der Beamer für Privatkunden verfügt über Full-HD-Auflösung. In Bezug auf den 3D-Trend schätzen die Japaner, dass ein Drittel aller Modelle im kommenden Jahr 3D-fähig sein wird.

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