Sony setzt klar auf OLED-TV und geht in die Offensive

0
25

Nachdem Sony verkündete 2009 und 2010 beachtliche 210 Millionen Dollar in die Produktion mittlerer und großer Versionen der superdünnen OLED-Displays zu stecken, kommt die Präsentation von Sony-Chef Howard Stringer genau richtig. Stringer zeigte am 28.05.2008 auf der „All Things Digital“-Konferenz in der Nähe von San Diego eine neue Generation von OLEDs, die lediglich 0,3 Millimeter dick und damit dünner als eine Kreditkarte sind. Sony sei damit in der Lage flexible Plastik-Displays zu konstruieren, so Stringer.

Seit Dezember 2007 in Japan erhältlich: OLED TV Sony XEL 1 (Foto: Sony)

Sony geht damit in die Offensive, da nach jüngsten Berichten die Lebensdauer von OLED-TV-Systemen in Frage gestellt wurden. Auch der höhere Stromverbrauch als bei LCD- oder Plasma-Bildschirmen mache den Entwicklern immer noch Sorgen.

Seit einiger Zeit bietet Sony einen 11-Zoll-Fernseher auf Basis der Technologie an. Mit einem so kleinen Zwerg kann man im TV-Markt, in dem Größen von 30 bis 50 Zoll dominieren, natürlich nicht mithalten. So verwundert es nicht, dass jetzt ein 27-Zoll-Modell folgen soll.

Laut Stringer werde das Gerät aber „ziemlich teuer“ sein. Wobei „ziemlich“ noch etwas untertrieben ist, immerhin veranschlagt Sony für den OLED-Fernseher 2.500 Dollar. Der Manager, der den OLED-TV selbst auf dem Schreibtisch stehen hat, schwärmte aber von der Farbwiedergabe und dem hohen Kontrast. Es stellt sich natürlich die Frage weshalb der Sony-Chef überhaupt einen Fernseher auf dem Schreibtisch stehen hat.

Um die Preise der OLED-TVs zu verringern, forscht Sony derzeit intensiv nach Methoden für die Massenproduktion größerer OLED-Panels. Erst die Fertigung in sehr großen Stückzahlen wird die Preise auf ein Niveau sinken lassen, mit denen entsprechende Produkte auf dem Massenmarkt bestehen können.

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen