Sony strukturiert um; Foxconn und Wistron als Outsourcing-Partner

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Im Zug einer strategischen Neuausrichtung lagert Sony in höherem Maß an taiwanische Hersteller aus. Voraussichtlich soll Foxconn ultradünne, rahmenlose Premium-TVs produzieren dürfen – ein Novum, während Wistron offenbar Google-TV-Modelle fertigen soll. Bis zu 80 Prozent könnte der Anteil fremd gefertigter LCD-TVs 2011 betragen. Aufträge für etwa 18 Millionen Geräte gehen an Foxconn; Wistron wird bis zu acht Millionen TVs für Sony produzieren.

Endlich auf Erfolgskurs: Sonys TV-Sparte. (Logo: Sony)

Um das schlecht laufende TV-Geschäft zu retten, hatte Sony nicht nur sein Portfolio um günstigere Geräte erweitert, sondern auch mehr fremd fertigen lassen. Zwei Fabriken in Mexiko und der Slowakei wurden an Foxconn veräußert, damit ist der Panelproduzent künftig Sonys wichtigster Outsourcing-Hersteller. Andererseits schrumpft mit Foxconns Einstieg das Auftragsvolumen für TPV Technology, und zwar deutlich: 2011 wird TPV weniger als eine Million LCD-TVs für Sony produzieren. Vergleichbare Stückzahlen wird Compal Electronic beisteuern. Seit dem zweiten Halbjahr 2010 fertigt das Unternehmen im Auftrag der Japaner Modelle für den heimischen Markt.

Prognosen gehen davon aus, dass Sony bis zum Ablauf des Geschäftsjahrs 2010 Ende März 2011 etwa 26 Millionen TVs absetzt, von denen 40 bis 50 Prozent im Outsourcingverfahren gefertigt werden. Das Unternehmen selbst stemmt 20 bis 30 Prozent von der Gesamtproduktion, während ODM- und OEM-Hersteller die verbleibenden 20 bis 40 Prozent tragen.

Indem sie sowohl Marktanteil als auch Absatz erhöhen konnten, gelang es den Japanern nach sechs verlustreichen Jahren in Folge, die TV-Sparte profitabel zu machen und Erfolge einzufahren: Nach zweijähriger Umstrukturierung ist Sony derzeit vor Samsung und LG Indiens führender LCD-TV-Anbieter. In China will Sony das Verkaufsziel des letzten Jahres verdoppeln. Neben der aktiven Erschließung von Schwellenländern wird der Elektronikkonzern 2011 weiterhin seinen Outsourcinganteil erhöhen, insbesondere weil die Herstellungskosten sich durch die Aufwertung des japanischen Yen erhöhen.

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