Space Monitor von Samsung mehr Schein als Sein

Hinter dem Marketing-Konzept „Space Monitor“ will Samsung die Aufstellmöglichkeit eines Monitors revolutionieren und für mehr Platz auf dem eigenen Schreibtisch sorgen

0
2219

Samsung hat sich mit der Frage beschäftigt, wie man mehr Platz auf dem Schreibtisch schaffen könnte. Die teilweise ausladenden Standfüße nehmen eben doch ziemlich viel davon ein. Und Schreibtische bieten nun mal keine unbegrenzte Stellfläche. Samsungs Antwort auf das Platzproblem nennt sich deshalb wenig originell „Space Monitor“. Es handelt sich eigentlich „nur“ um einen Monitor, der per Tischhalterung aufgestellt wird. Dies ist natürlich mit einem Schwenkarm oder einer Wandhalterung schon immer möglich gewesen. Samsung verspricht eine einfache Installation und dem Anwender eine maximale Produktivität am Arbeitsplatz. Für jeden Standort ist der neue „Space Monitor“ dann allerdings doch nicht geeignet.

Samsung "Space Monitor"
Samsungs „Space Monitor“ senkrecht an die Wand gelehnt (Bild: Samsung)

Optisch kann der „Space Monitor“ durchaus überzeugen, und auch die ergonomische Flexibilität lässt aufhorchen. Der neue Konzeptmonitor ist in den Bilddiagonalen 27 Zoll (2560 x 1440) und 32 Zoll (3840 x 2160) verfügbar. Die Anschlüsse sollen sich bequem erreichen lassen, und das Kabelmanagement ermöglicht einen aufgeräumten Eindruck. Bemerkenswert ist in jedem Fall die Tiefe des Monitors, ausladende Wölbungen auf der Rückseite gehören beim „Space Monitor“ der Vergangenheit an.

Bei etwas näherer Betrachtung sind hier aber mehr Marketing-Argumente als tatsächlicher Mehrwert zu finden. Zuerst einmal ist eine Montage bei Dachschrägen schlicht unmöglich. Die von Samsung gelieferten Produktfotos zeigen den Monitor hochgeklappt an der Wand, was tatsächlich einen aufgeräumten Schreibtisch ermöglicht. Eine Montage ohne hintere Wand ist auch möglich, dürfte aber etwas merkwürdig aussehen.

Samsung "Space Monitor"
In der tiefsten Stellung ist beim „Space Monitor“ keine Platzersparnis erkennbar (Bild: Samsung)

Das Killerkriterium dürfte aus unserer Sicht aber die Ergonomie sein. In der höchsten Stellung dürfte ein ergonomisches Arbeiten wohl problematisch werden, der Monitor ist schlichtweg zu hoch. Wie hoch der Abstand zwischen Rahmenunterkante und Schreibtischplatte tatsächlich ist, kann man auf den Bildern nur erahnen. Es sieht jedenfalls so aus, als wenn dies mindestens die höchste Stellung eines herkömmlichen Standfußes ausmacht. Man kann den Bildschirm zwar bequem nach vorn ziehen, sogar bis ganz auf die Schreibtischfläche, doch da wird aus unserer Sicht nicht weniger Platz beansprucht als bei einem Monitor mit herkömmlichem Standfuß. Nur der Teller des Standfußes fehlt, und so kann man noch etwas unter das Gerät schieben. Ein seitliches Drehen ist nicht möglich. Irgendwie erschließt sich uns der gewonnene „Space“ deshalb nicht ganz, denn dieser ist direkt von der eingestellten Höhe abhängig. Lediglich wenn der Monitor in der höchsten Stellung ruht, bietet sich deutlich mehr Platz auf dem Schreibtisch.

Obwohl es schon eine englischsprachige Produktseite bei Samsung gibt, hält Samsung sich mit den Spezifikationen noch zurück. Vielleicht werden auf der CES 2019 noch weitere Informationen mitgeteilt. Samsungs „Space Monitor“ wird bereits für 499 US-Dollar im Internet angeboten. In den USA wird das Produkt übrigens als „The Space“ vermarktet und ab Februar 2019 erhältlich sein.

Weiterführende Links zum Thema

Gewinnen Sie einen BenQ BL2480T

Kaufberatung Monitore

Top-10-Bestenlisten

Monitorsuche – finden Sie das perfekte Display nach Ihren Vorgaben

Monitorvergleich – vergleichen Sie bis zu 4 Modelle miteinander

Monitor-Bestseller bei Amazon

 

Gefällt Ihnen dieser Beitrag ?

56%
gefällt es

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen