Sparzwang: Panelbranche wappnet sich gegen die Krise

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Fortgesetzte Verluste im Großformat-Geschäft zwingen die Panelbranche zu Sparmaßnahmen, berichtet die Digitimes. Dazu gehört es neben strenger Kostenkontrolle auch, die Arbeitszeiten der Beschäftigten zu regulieren. Entlassung ist das Ultima Ratio.

Ihre Produktionskapazität haben die Panelhersteller wegen der schlechten Auftragslage bereits heruntergefahren; ist keine Erholung in Sicht, sind sie dazu gezwungen, ihre Arbeiter auf unbezahlten Urlaub zu schicken. Auch die Investitionsbudgets werden gekürzt.

Im Vergleich zu Großformat-Produzenten haben Hersteller von kleinen Displays gut Lachen. (Logo/Bild: Giantplus)

Der taiwanische Panelriese Chimei Innolux (CMI) hat seinen Capex für 2011 von ehemals 100 Milliarden NT-Dollar (rund 2,46 Milliarden Euro) halbiert und Arbeitnehmer bereits im August nach Hause geschickt, allerdings mit Bezahlung. Auch bei den Landsmännern von AU Optronics (AUO) kam es zu Kürzungen um 30 Prozent auf 70 Milliarden NT-Dollar (1,7 Milliarden Euro), weitere werden folgen. Der AUO-Vorstandsvorsitzende KY Lee, demzufolge die Panelindustrie auf der Talsohle angelangt ist, sieht bei den Ausgaben für Geschäftsreisen noch Sparpotenzial.

Noch schärfer weht der Wind bei Amtran Technology, wo der schlechten Absatz-Performance wegen bereits das Jahresziel nach unten korrigiert wurde. Brancheninsidern zufolge hat der Vizio-Zulieferer zehn Prozent seiner Belegschaft entlassen. Aufgrund der wenig erfreulichen Prognose für das zweite Halbjahr wurde anderen nahegelegt, unbezahlten Urlaub zu nehmen.

Hersteller, die sich auf kleinere Bildschirmformate verlegt haben, sind da besser dran. Beispielsweise machte es die Auftragslage bei Chunghwa Picture Tubes (CPT) und Giantplus erforderlich, die Auslastungsrate zu erhöhen.

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