Starker Preisrückgang bei LCD-TVs

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Die Preise für Flüssigkristallbildschirme (LCD) sind stark gesunken. Ursache dafür ist unter anderem der nachlassende Absatz von Unterhaltungselektronik zu einer Zeit, die im Technologiesektor üblicherweise als verkaufsstarke Saison gilt. Hinzu kommt, dass eine Reihe von Hersteller im vierten Quartal 2010 mit schwachen Marktbedingungen rechnet.

Große Anbieter wie Sharp müssen sich auf kleinere Gewinne im LCD-Geschäft einstellen. (Bild: Sharp)

Asiatische LCD-Hersteller wie LG Display, Samsung Electronics, AU Optronics und Sharp bekommen derzeit zu spüren, dass sich die unterhalb der Erwartungen liegenden Preise auf die Gewinnspannen auswirken. Branchenkennern zufolge stellen sich die Panelhersteller bereits auf Gewinnrückgänge ein und denken über Produktionsanpassungen nach. Nach Aussage von Analytikern sind Produktionskürzungen notwendig, um den zu hohen Lagervorlauf abzubauen.

Nam Hyung Kim, Analytiker beim Marktforschungsinstitut Arete, beziffert die Auslastung der koreanischen LCD-Hersteller derzeit auf 90 bis 95 Prozent. Bei den taiwanischen LCD-Herstellern sei sie aktuell nur auf einem Level von 80 bis 85 Prozent. „Die Nachfrage nach Flüssigkristallbildschirmen leidet unter den weltweit gesunkenen Verbraucherausgaben für Fernsehgeräte und zu hohen Lagerbeständen“, sagte Chang-Man Kim von Samsung. „Mit dem steigenden Angebot haben einige Unternehmen ihre Auslastung zurückgefahren.“

Auskunft über ihre eigene Auslastung wollte der Unternehmenssprecher jedoch nicht geben. Ausweichend hieß es, der Konzern könne seine LCD-Produktion flexibel gestalten. Bereits im August 2010 hatte Samsung vor einem bevorstehenden Nachfragerückgang bei den Bildschirmen im dritten Quartal gewarnt. Zudem könnten die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sich verschlechtern.

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