Strategischer Umbau bei AU Optronics

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Seine betriebliche Effizienz will der taiwanische Panelhersteller AU Optronics (AUO) mit einer betriebsinternen Umstrukturierung erhöhen. Laut dem chinesischen Wirtschaftsnachrichtendienst CENS ist der bereits abgeschlossene Unternehmensumbau die Antwort auf die Transformation des Display-Weltmarkts und die Entstehung neuer Produkte und Anwendungen.

Spezialisiert auf eine Produktgruppe soll jede der drei neuen Units synchron mit dem Puls der Branche funktionieren. (Bild: AUO)

Bisher unter der Leitung von Paul Peng, ist AUOs Display-Sparte seit September in drei separate Geschäftsbereiche unterteilt: Video Solutions (LCD-Fernseher und Desktop-Monitore), Mobile Solutions (Smartphones, Notebooks, Tablet-PCs) und Touch Solutions (Schwerpunkt: Produkte mit Touch-Bildschirm). Damit folgt AUO dem Beispiel von Chimei Innolux (CMI), die im März des Jahres einen ähnlichen Split bekannt gegeben hatten.

Für Mischprodukte wie All-in-One-PCs arbeiten die Bereiche zusammen, eine übergeordnete Abteilung für strategische Planung vertritt die Perspektive des Gesamtunternehmens. Die drei neuen Units haben ihre eigene Produktion, Forschung- und Entwicklung sowie Vertriebs- und Marketing-Funktionen.

Als Vertreter der Upstream Industry stehe AUO an vorderster Front und spüre wirtschaftliche Verschlechterungen zuerst, zitiert die Digitimes den Vorstandsvorsitzenden KY Lee. Der vorgelagerte Industriezweig, der Rohstoffe (Glassubstrat) zu Zwischenprodukten (LCD-Panels) verarbeitet, aus denen die Downstream Industry Endprodukte (LCD-TVs) herstellt, wird in diesem Jahr über Gebühr von den Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise gebeutelt. Schon für Quartal eins 2011 hatte Lee der Branche den Tiefpunkt geweissagt, doch ging es seitdem stetig weiter abwärts.

Weiteren Preisverfall schließt Lee allerdings aus, weil sich die Nachfrage seiner Ansicht nach auch mit billigeren Angeboten nicht stimulieren lässt. Nur neue Produkte wie 3D-TVs bzw. Dienste wie Cloud Computing seien dazu in der Lage.

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