Studie: 3D-Full-HD verdient den Namen nicht

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3D-Bilder werden zum Teil nur mit einem Viertel der Full-HD-Auflösung dargestellt. Das belegt eine Untersuchung des unabhängigen Testlabors für Unterhaltungselektronik AV T.O.P. . Laut TV-Herstellern gebe es bei 3D-Bildern keine Auflösungsverluste – den Experten zufolge sind an der Bezeichnung „3D Full-HD“ indes ernsthafte Zweifel angebracht.

AV T.O.P.: In puncto Auflösung erzielt aktive Shutter-Technologie das beste 3D-Ergebnis. (Bild: Samsung)

Das Messlabor hat untersucht, welche Faktoren die effektive Auflösung unter 3D reduzieren können. Dabei handelt es sich um technische Aspekte wie das Encoding-Format, die verwendete Aufnahmetechnik oder die Qualität des 3D-Displays. Aber auch individuelle Parameter wie der Sehabstand und eine unterschiedliche Sehleistung der Augen finden Beachtung.

Die Studie vergleicht zwei aktuelle 3D-TVs, den Samsung UE46D7090 und das LG-Modell 47LW570S-ZD. Ergebnis: Der Samsung mit aktiver Shutter-Technologie liefert eine höhere vertikale Auflösung als der LG mit passiven Polfilter-Brillen.

„Schockierend“ finden die Forscher das Ergebnis: Geselle sich zu den vertikalen Auflösungseinbußen bei Passiv-3D zusätzlicher Auflösungsverlust in der Horizontalen, bspw. durch eine Side-by-Side-Übertragung wie bei aktuellen TV-Übertragungen, entstünden im schlimmsten Fall Bilder mit nur noch 25 Prozent der Full-HD-Auflösung. Schwarze Linien und gezackte Kanten im Bild zerstörten dann schnell die Faszination an der Technik. Für maximale 3D-Auflösung benötige man derzeit einen Fernseher mit aktiver Shutter-Technik und eine voll aufgelöste Quelle wie das bei Blu-ray-Discs verwendete MVC-Format.

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