Tablet-Boom: CPT verkauft malaysische CRT-Fabrik / TPK, Wintek mit massiven Lieferungen an Apple

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Laut Digitimes hat der taiwanische Panelproduzent Chunghwa Picture Tubes (CPT) jüngst einen Vertrag zum Verkauf eines CRT-Werks in Malaysia unterzeichnet. Für den Betrag von 391 Millionen Malaysischen Ringgit (89,14 Millionen Euro) wechseln Fabrik samt Grund und Boden den Eigentümer. Käufer für die Produktionsstätte von Röhrengeräten ist der malaysische Landentwickler Dijaya Corporation Berhad, bekannt für Hotel- und Ferienprojekte. Bis zum Ende des Jahres soll der Deal abgeschlossen sein.

Mit einem starken Aufgebot an Zulieferfirmen könnte Apple in Quartal zwei bis zu neun Millionen Einheiten des aktuellen iPads ausliefern. (Bild/Logos: Apple, Cando, Sintek, TPK)

Nach dem Verkauf des CRT-Geschäfts will CPT sich verstärkt auf die Herstellung kleinerer Panel sowie von Geräten mit Touch-Bedienung konzentrieren. Ziel des Strategiewechsel sei Rentabilität, heißt es aus dem Unternehmen. Laut aktuellen Zahlen ist das mit der CRT-Sparte nicht mehr möglich: Wurde im letzten Quartal des Vorjahres noch ein Erlös von 1,62 Milliarden NT-Dollar (38,84 Millionen Euro) erzielt, sank der Umsatz im ersten Quartal 2011 auf 1,12 Milliarden (26,85 Millionen Euro).

Einen Schritt weiter ist der Branchenkollege TPK Holdings. Bereits seit 2010 arbeitet das Unternehmen als Apple-Zulieferer. Nach einer Schätzung nicht näher genannter Quellen aus der Branche wird TPK die Kalifornier im Juni voraussichtlich mit mehr als drei Millionen Touch-Modulen für das iPad 2 beliefern. Damit stiege die Gesamtliefermenge an Apple auf 6,3 Millionen.

Bis zu 1,1 Millionen Touch-Sensoren fertigt TPK in Eigenproduktion; etwa zwei Millionen Einheiten werden an Sintek Photronics und Cando ausgelagert. Neben TPK beteiligt sich mit Wintek ein weiterer Hersteller von Touch-Modulen am Nachschub für das iPad 2. Den Quellen zufolge steuert das Unternehmen 800.000 Einheiten bei.

In den Monaten April und Mai erreichte der Absatz des iPad 2 maximal fünf Millionen Stück. Aufgrund der Auftragsfertigung durch TPK und Wintek – nicht zu vergessen Foxconns Beitrag nach Umstellung der Fertigungsstrecken – wird der Absatz des Kult-Tablets auf bis zu neun Millionen Stück im zweiten Quartal geschätzt.

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