Taiwan: CMI-Split im April, MOEA gestattet China-Investitionen

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Der Panelhersteller Chimei Innolux (CMI) steht offenbar doch kurz vor der Aufspaltung, berichtet die Digitimes. Künftig sollen die Bereiche Großformat-Panels, kleine bis mittelgroße Displays und Touch-Panels jeweils von gesonderten Unternehmen übernommen werden. Branchenkennern zufolge soll die Dreiteilung am 4. April in Kraft treten. Noch vor Kurzem wollte sich ein Unternehmenssprecher nicht zu einem gleichlautenden Medienbericht äußern .

Aus eins mach drei: Im April will CMI sein Panelgeschäft dreiteilen. (Bild: CMI)

Wie ungenannte Marktquellen erfahren haben wollen, soll CEO Hsing C Tuan das Geschäft mit den großen und den Touch-Panels leiten. Vizepräsident Jeff Hsu übernimmt die Sparte „kleine und mittlere Panels“. Jeder der neuen Geschäftszweige muss ich eigenverantwortlich um Aufträge kümmern, geteilt werden soll lediglich die Produktionskapazität.

Unterdessen hat das Handelsministerium (MOEA) in Taiwan eine lang diskutierte Entscheidung getroffen. Die Verbote und Einschränkungen für einheimische Unternehmen, die auf dem chinesischen Festland investieren wollen, sind endgültig aufgehoben. Ganz ohne Rahmenvorgaben geht das natürlich nicht, das MOEA diktiert eine Reihe von Bedingungen: Investitionswillige taiwanische Panelhersteller müssen eine rechtmäßige Unternehmensform besitzen und verwandte Investitionen im Inland tätigen oder getätigt haben. Ferner haben die Investitionsziele in China Lizenzgebühren an die Taiwaner zu entrichten.

Außerdem müssen die taiwanischen Firmen nachweisen, dass sie durch den Erwerb der chinesischen Panelhersteller respektive die Beteiligung an deren Unternehmung in die Lage versetzt werden, eine führende Stellung auf dem Weltmarkt zu erlangen oder ihren Marktanteil zu erhöhen. Auch eine Steigerung der Einnahmen oder Gewinne müssen die Taiwaner anstreben. Schließlich gestattet das MOEA nicht, dass einheimische Arbeiter zugunsten der China-Investitionen entlassen werden.

Wie das Ministerium betonte, wurde mit der Beschränkung der Werks-Generation einer der heftigsten Kritikpunkte entschärft. Taiwanische Panelhersteller dürfen bis zu drei Fabriken in China errichten, die technologisch auf dem gleichen Stand sind wie die Produktionsanlagen daheim. Hinter der Verbotsaufhebung, so die Digitimes, steht die Erkenntnis, dass strategische Allianzen zwischen China und Taiwan gefördert werden und die einheimischen Panelhersteller Marktanteile auf dem Festland dazu gewinnen.

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