Taiwan: LG setzt 2011 auf 3D

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Wie die Digitimes berichtet, hat LG Electronics (LGE) 2011 vor, eine Serie von 3D-Produkten auf den taiwanischen Markt zu bringen. Das Unternehmen sieht großes Potenzial im 3D-Geschäft und glaubt daran, dass 3D künftig zu den Basisfunktionen von Haushaltselektronikgeräten gehört.

50% der LG-TVs für Taiwan sollen 2011 LED-Backlight besitzen. (Foto: LG)

Laut LGE-Chef Baek Myoung-won erreichte der Konzern im Januar 2011 auf dem LCD-TV-Markt einen Anteil von 12,9 Prozent (125.000 Geräte) und setzte damit die Marktführerschaft im Flachbild-TV-Segment von 2010 fort. LG will 2011die Führungsposition mit 3D-fähigen Produkten auf 20 Prozent (220.000 Einheiten) ausbauen.

Als Flaschenhals für die Weiterentwicklung und -verbreitung von 3D-Technologie sieht Baek neben Inhalten auch Software. Kontinuierliche Verbesserungen in diesen beiden Bereichen würden dem Segment großes Potenzial verleihen. Baeks Ansicht nach kommt der 3D-Markt 2011 so richtig in Schwung. Im Vergleich zu 2010 werde sich die Nachfrage nach 3D-Modellen mehr als verdoppeln, wobei Baek die Steigerungsrate in Taiwan als höher einschätzt als auf dem Weltmarkt.

Die erste Generation von 3D-tauglichen Fernsehgeräten erzeugt die räumliche Illusion mit aktiven Shutterbrillen. Aufgrund der Funktionsweise, die Bilder für das rechte und das linke Auge separat anzuzeigen, verursacht diese Technik Schwindelgefühle bei den Anwendern, so Baek. Die zweite, passive Gerätegeneration bietet ein ruhigeres Bild und größere Betrachtungswinkel. Außerdem kosten die Brillen vermutlich bald nur ein Zehntel des Anschaffungspreises für aktive Modelle, äußert sich der LG-Chef zu den Vorteilen. Die Umstellung auf brillenlose Fernseher werde die Preise auf jetzigem Niveau stagnieren lassen.

2010 verkauften sich 3D-TVs nicht allzu gut in Taiwan, weshalb LGE und Sony im Februar die Preise senkten. Ein 42-Zöller von LG fiel umgerechnet von 1380 auf 1113 Euro, ein 40-Zoll-TV von Sony kostete 1210 statt 1404 Euro, heißt es aus Branchenkreisen. Dort ist man der Überzeugung, dass der Preisunterschied zwischen 3D- und 2D-Modellen weiterhin schrumpfen muss, soll die Technik in naher Zukunft zum Standard werden.

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