Taiwan: Regierung stellt AUOs Finanzstatus infrage / CMI fusioniert mit Chi Mei Energy

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Erneut gibt es schlechte Nachrichten bezüglich AUOs China-Investition: Für den Bau eines 7,5G-Panelwerks in China hat der taiwanische Panelriese AU Optronics (AUO) ein Budget von drei Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt. Allerdings hat Taiwans Bundesministerium für Wirtschaftsangelegenheiten (MOEA) Zweifel am finanziellen Leistungsvermögen des Unternehmens, wie ein MOEA-Offizieller mitteilte.

Hat das letzte Wort bei AUOs Investitionsplänen: das taiwanische Wirtschaftsministerium. (Bild: MOEA)

Laut Regierung, die den Antrag überprüft, kämpft AUO mit einer beträchtlichen Kreditlast. Außerdem sei der Finanzstatus während des ersten Halbjahres 2010 nicht besonders gut gewesen, sagte Emile Chang, Sprecher der MOEA Investitionskommission. Der Panelhersteller stellte demgegenüber klar, dass das Unternehmen in der ersten Jahreshälfte einen Nettogewinn von 18,06 Milliarden NT-Dollar (560 Millionen US-Dollar) erzielt hat. Mit 30 Prozent sei die Nettoverschuldungsquote besser als die der übrigen Branchenvertreter.

Einer von ihnen, Chimei Innolux (CMI) wird am 1. November 2010 mit Chi Mei Energy fusionieren. Ursprünglich bekannt als Chi Mei Optoelectronics (CMO), wurde der Hersteller von Solarmodulen nach CMIs Fusion mit Innolux Display und TPO Displays zu einem Tochterunternehmen von CMI. Da CMI mit einem Anteil von 92,7 Prozent die Mehrheit von Chi Mei Energys Aktien kontrolliert, ist der Zusammenschluss eine simple Transaktion: Der Übernahmepreis beträgt 0,35 NT-Dollar (0,01 US-Dollar) je Aktie. CMI zufolge ist es das Ziel der Fusion, die Ressourcen der Organisation zu stärken und Betriebskosten zu senken. Zudem sehe man im Solarsektor gute Chancen.

Im Zusammenhang mit einer weiteren Tochterfirma von CMI, der im OLED-Bereich tätigen Chi Mei EL (CMEL), kursieren Gerüchte, wonach CMEL geschlossen werden soll. Der Mutterkonzern gab jedoch an, dass man trotz Senkung der Absatz- und Produktionsaktivitäten bei CMEL weiterhin an das Potenzial der OLED-Bildschirmtechnologie glaube. Das Tochterunternehmen bleibt bestehen; sein OLED-Geschäft wird wahrscheinlich von Synergieeffekten gestärkt, die durch CMIs Fusion mit TPO entstanden sind.

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