Displaysearch-Blog: Das Kommen und Gehen von 3-Desktop-Monitoren

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Ist die Ära der 3D-Desktopmonitore schon vorüber? Diese Frage stellt Chris Connery, Vizepräsident für PC- und kommerzielle Großformatbildschirme im Displaysearch-Blog. Die Verbreitung einer neuen Technologie oder die Verbesserung einer bewährten Technik geschehen häufig, indem ihre Befürworter versuchen, den Erfolg einer Produktkategorie auf eine andere zu übertragen. Am Beispiel 3D dergestalt, dass etliche Anbieter von PC-Monitoren im Fahrwasser des 3D-Hypes bei den Fernsehgeräten mitschwimmen wollen.

Viele Monitor- and PC-Anbieter zeigen auf der CES im Januar mindestens einen 3D-fähigen Monitor. (Foto: LG)

Während 3D-Monitore für sogenannte vertikale Anwendungen wie beispielsweise topografische Modellierung oder die erweiterte medizinische Bildgebung immer existieren werden, ist die Evolution stereoskopischer 3D-Bildschirme Connery zufolge noch ziemlich am Anfang. Erst bessere Infrastruktur auf der Distributorenseite – mehr 3D-Blu-rays und 3D-Ausstrahlungen sowie Spieleangebote – könnten die Tür für den Mainstream-Markt für Desktop- und Mobilcomputer öffnen.

Nicht zu wissen, wann 3D-Fernsehen in den Haushalten zur Normalität wird, lässt beim Displaysearch-Marktforscher den Eindruck entstehen, der 3D-Monitormarkt sei bereits wieder Geschichte. Die Zahl der von Nvidia als “3D Vision-ready” gelisteten Bildschirme, die während des ersten Halbjahres 2010 in allen großen US-PC-Outlets verkauft wurden, liegt bei weniger als 3.500 Stück im Quartal: Connery nennt zwei Modelle von Acer – GD245HQ und GD235HZ -, den Alienware OptX AW2310, den VG236H von Asus und den BenQ X2410. Dazu kommen LGs W2363D/DB sowie NECs F23W2A, außerdem der Samsung SyncMaster 2233RZ und ViewSonic mit dem FuHzion VX2265wm 120 Hz und dem Schwestermodell VX2268wm.

Insgesamt sind lediglich 0,1 Prozent aller Desktopmonitore, die in diesem Zeitraum den Weg zu privaten und kommerziellen Kunden gefunden haben, mit 3D-Support ausgestattet, was dem Experten zufolge den Markt für 3D-Monitore im Wesentlichen durch einen Rundungsfehler eliminieren könnte. Seiner Meinung nach lässt die 3D-Euphorie im PC-Displaysektor bereits nach: Nvidia, einst tatkräftig beim Entwickeln neuer 120-Hertz-Lösungen, fokussiere 3D in anderen Bereichen, Firmen wie iZ3D produzierten Software und Brillen statt Monitore und es gebe kaum 3D-All-in-One-PCs auf dem Markt.

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