Taiwanischer Titan? Spekulationen um AUO-CMI-Merger

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Ein Treffen zwischen einer Ministerin und Top-Managern von Chimei Innolux (CMI) und AU Optronics (AUO) nährt Spekulationen, wonach den Panelherstellern ein Zusammenschluss nahegelegt wird. Laut Digitimes sind die beiden Schwergewichte der taiwanischen Panelbranche seit fünf Jahren in den roten Zahlen.

Angesichts der wachsenden Schuldenberge der Panelhersteller liegt ein Merger auf der Hand. (Bild: S. Hofschlaeger/pixelio, Logos: AUO, CMI)

CMI, enger Kooperationspartner von Foxconn, und AUO, Schwesterunternehmen von BenQ, stehen im globalen Herstellerranking auf Rang drei und vier. Besonders angesichts der Mindernachfrage in den Industrienationen haben sie einen schweren Stand gegen Südkoreas Displayelite Samsung und LG Display. Sollten die beiden größten Panellieferanten Taiwans gemeinsame Sache machen, würde eine neue Nummer eins am Weltmarkt entstehen.

Das Verhältnis zwischen Fremd- und Eigenkapital von AUO lag Ende Oktober bei 56 Prozent, das von CMI bei 118 Prozent . Ungeachtet dessen hat AUO-Chef KY Lee erklärt, dass der Panelhersteller ein solides Fundament besitze und den Geschäftseinbruch aus eigener Kraft meistern könne. Einen möglichen Zusammenschluss mit CMI wollte er nicht kommentieren.

CMI teilte mit, offen für bestimmte Formen der Zusammenarbeit zu sein, sagte aber nicht für welche. Auch wenn der Druck auf dem Panelmarkt letzthin leicht nachgelassen hat, gehen Branchenexperten nicht davon aus, dass CMI und AUO im vierten Quartal wieder Gewinn erzielen.

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