Test Tablet Dell Latitude 10
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Display

Das 10,1 Zoll Display besitzt eine Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten. Mit 155 dpi ist die Pixeldichte etwa halb so groß wie die 322 dpi von Apples Retina Displays, aber 50 Prozent höher als bei Computermonitoren. Verbaut wurde ein IPS-Panel (In Plane Switching) mit einer sehr geringen Blickwinkelabhängigkeit.

Stabile Blickwinkel horizontal und vertikal.

Mit dem Helligkeitsregler auf dem Touchscreen kann die Helligkeit stufenlos eingestellt werden, eine Skala oder die Anzeige des jeweiligen Wertes gibt es nicht. Ganz nach unten geschoben ist das Display fast dunkel (4 cd/m²), sinnvolle Helligkeitswerte beginnen bei etwa 1/3 des Balkens (150 cd/m²). Mit voll aufgeschobenem Regler erhalten wir 418 cd/m² in der Bildschirmmitte. In Innenräumen sollte das in jeder Situation komfortabel ausreichen, im Außeneinsatz, insbesondere bei direkter Sonneneinstrahlung wird es aber eng.

Die Schwarzwerte sind sehr gut, dadurch erhält das Panel ein hervorragendes Kontrastverhältnis von gut 1.000:1. Erst unterhalb von praxisfernen 10 Prozent Helligkeit sackt das Kontrastverhältnis stark ab. Unsere Referenzhelligkeit von 250 cd/m² wird bei 61 Prozent des Reglerbalkens erreicht.

Helligkeit und Kontrast sind sehr gut.

Die Helligkeitsverteilung ist nur zufriedenstellend. Weniger positiv als die durchschnittliche Ausleuchtung mit 93 Prozent ist, dass die Helligkeit von rechts nach links kontinuierlich abnimmt. In der linken unteren Ecke wird dies dann auch für das bloße Auge bereits erkennbar.

Helligkeitsverteilung beim Weißbild.

Das Schwarzbild wirkt visuell sehr gleichmäßig, die Hintergrundbeleuchtung scheint an keiner Stelle auffällig durch.

Meistens wird man mit reduzierter Helligkeit arbeiten, deshalb haben wir auch die Helligkeitsregelung untersucht. Dabei zeigte sich, dass das Backlight des Latitude 10 mit der PWM-Technik angesteuert wird. Die Schaltfrequenz ist mit 1.120 Hz sehr hoch, die Tastrate dagegen überhaupt nicht: schon bei maximaler Helligkeit messen wir eine niedrige Tastrate von nur 50 Prozent, abgeregelt auf 250 cd/m² (etwa 2/3 Helligkeit) sind es sogar nur 30 Prozent. Käufer, die gegen Backlightflimmern besonders empfindlich sind, sollten sich vor dem Kauf das Gerät in jedem Fall live ansehen.

Backlightsteuerung mit PWM selbst bei voll aufgedrehter Helligkeit.

Touchscreen

Der kapazitive Touchscreen des Latitude 10 ist Multitouch-fähig, es werden bis zu 10 Finger gleichzeitig unterstützt. Der schwarze Rahmenbereich um das Panel ist relativ breit, was auch durch die Größe des Tablets vorbestimmt ist, denn man muss das Tablet schließlich sicher in der Hand halten können, ohne eine Funktion auszulösen.

Die Panelschutzscheibe aus Gorilla-Glas von Corning setzt den Fingern erfreulich wenig Reibungswiderstand entgegen. Leider spiegelt die Schutzscheibe relativ stark – ein Punkt, der derzeit allerdings auf alle Tablets am Markt zutrifft.

Die Touchfunktion reagiert meist feinfühlig und zielgenau, ab und zu „hakt“ es allerdings etwas oder Berührungen, die eine Aktion auslösen sollen, müssen mit etwas mehr Druck ausgeführt werden.

Mit dem optional erhältlichen Eingabe-Stift von Wacom ist die Bedienung sehr exakt, aber bedarf einer gewissen Gewöhnung, denn diese Art der Bedienung ist nicht so intuitiv, wie mit den Fingern.

Hardware

Das Herz (CPU) des Latitude 10 ist ein Intel Atom Z2760 Dual-Core-Prozessor mit 1,5 GHz und 2 x 512 KB Cache, dem 2 GB DDR2 800 MHz Arbeitsspeicher und je nach Option 64 oder 128 GB eMMC-Flash-Massenspeicher zur Verfügung stehen. Für die Ausgabe der Grafik steht der CPU ein Intel Grafik-Media-Beschleuniger mit 533 MHz zur Seite. Bei der CPU und GPU handelt es sich um einen SoC (System on a Chip), also beide Einheiten sind in einen Chip integriert. Die Kerne der CPU unterstützen Hyperthreading, mit zwei Threads je Kern.

Die 2 GB Arbeitsspeicher sind in einer Windows 8 Umgebung als unteres Limit anzusehen und von den 64 GB Massenspeicher unseres Testgerätes waren noch ca. 40 GB frei, was bei den nicht selten umfangreichen Windowsprogrammen und Daten nicht eben viel darstellt. Das Latitude 10 gibt es als Option auch mit 128 GB, was die Massenspeichersituation deutlich verbessert, aber eben mit einem Aufpreis zu bezahlen ist.

Das Dell Latitude 10 erwärmt sich im Betrieb kaum, selbst unter hoher Last wird die Tabletrückseite nicht mehr als handwarm, was für die gute passive Kühlung der Hardware spricht, vor allem die des CPU/GPU-Chips (SoC).

Software

Ja nach Version des Dell Latitude 10 ist Windows 8 32 Bit oder Windows 8 Pro 32 Bit als Betriebssystem installierst und damit steht dem Tablet grundsätzlich der riesige Pool der Software für Windows zur Verfügung.

Windows Systeminformation

Die Leistung des Latitude 10 reicht durchaus für umfangreichere Office-Anwendungen, während rechen- und speicherintensive Anwendungen wie z.B. Bild- oder Videobearbeitung das Tabelt deutlich überfordern. Das Gleiche gilt auch für Spiele, denn vor allem der Intel Grafik-Media-Beschleuniger ist alles andere als leistungsstark, auch wenn dieser immerhin DirectX 10 unterstützt.

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