Test Bluetooth-Lautsprecher AUKEY SK-M30

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Kleine Musikbox für flexible Einsatzzwecke

Musikgenuss überall, das versprechen die kleinen leichten und transportablen Bluetooth-Lautsprecher. Egal ob beim Baden, Treffen mit Freunden oder schlicht in den eigenen vier Wänden: Musik zu hören war noch nie so einfach wie heute. Und das Streamen von Musik per Smartphone ist so ziemlich die Kernkompetenz der Bluetooth-Lautsprecher, denn in kleiner Runde nützen Kopfhörer wenig und manchmal möchte man einfach mal auf diese verzichten, egal ob nun In-Ear oder Over-Ear.

Lieferumfang
Lieferumfang (Foto: AUKEY)

Das Angebot an Bluetooth-Lautsprechern ist schier grenzenlos und die Preise bewegen sich von unter 10 Euro bis zu mehreren 100 Euro. Wir beschäftigen uns in diesem Test mit dem Lautsprecher AUKEY SK-M30, der bei Amazon derzeit 49,99 Euro kostet. Technisch bietet der schwarze SK-M30 einen 20-Watt-Treiber mit elastischem Hohlraum von Eclipse, einen 4000-mAh-Akku für 12 Stunden Musikvergnügen und Bluetooth 4.2.

Der Lautsprecher wird in einem funktionalen Pappkarton geliefert, in dem zusätzlich ein Micro-USB-Kabel, ein 3,5-mm-Audiokabel und eine Bedienungsanleitung zu finden sind. Die beiden Kabel sind mit 62 cm aus unserer Sicht etwas kurz geraten. Ein Wow-Effekt wie beim Auspacken eines Apple-Produkts wird hier nicht erzielt. Nun, das wäre bei einem Preis von knapp unter 50 Euro vielleicht auch zu viel verlangt. Vermisst werden lediglich eine Transporthülle, in welcher der AUKEY SK-M30 geschützt transportiert werden kann, und ein USB-Ladegerät. Wer ein solches nicht zu Hause hat, muss es zusätzlich erwerben. Das Aufladen dauert etwa vier Stunden, und im Akkubetrieb bei 50 % Lautstärke kann etwa zwölf Stunden lang Musik abgespielt werden.

Ersteindruck überzeugt

Der Ersteindruck ist sehr positiv. Haptik und Verarbeitungsqualität sind einwandfrei. Der Korpus mit einem Gewicht von 796 Gramm und den Maßen 21 x 11,5 x 6,4 cm (B x H x T) ist mit einem schwarzen Baumwollnetz fest bespannt, welches nicht abgenommen werden kann. Der Boden ist gummiert, damit die Bässe nicht auf die Oberfläche, auf der der Lautsprecher steht, übertragen werden. An den Seiten links und rechts sind die Lautsprechermembranen zu finden, welche mit einer ovalen Abdeckung geschützt werden. Diese besitzen ein geschliffenes Kreismuster und erinnern an das ZEN-Design von ASUS-Notebooks. Obwohl die Membranen etwas nach innen versetzt sind und nicht plan mit dem Gehäuse abschließen, sind diese doch die empfindlichste Stelle am Gerät. Beim Transport sollten sie entsprechend geschützt werden.

AUKEY SK-M30
AUKEY SK-M30 (Foto: AUKEY)

Die Bedienung ist kinderleicht, und auch die verfügbaren Eingänge sind schnell gefunden. Auf der Rückseite ist der Micro-USB-Anschluss, welcher zum Laden des Akkus vorgesehen ist. Rechts daneben wurde eine kleine LED platziert, die während des Ladeprozesses rot leuchtet. Auch während der Verbindung per Micro-USB-Kabel mit dem Ladegerät stehen alle Funktionen des Lautsprechers zur Verfügung. Er kann also auch dauerhaft per Strom betrieben werden. Links neben dem Micro-USB-Anschluss ist der 3,5-mm-Klinke-Eingang zu finden. Auf der Vorderseite ist am linken Rand des Sockels eine LED positioniert, die als Statusanzeige für die Bluetooth-Verbindung dient. Blinkt die LED schnell blau, befindet sich der Lautsprecher im Kopplungsmodus. Leuchtet diese dauerhaft, ist der AUKEY SK-M30 mit einem Gerät gekoppelt. Während der Musikwiedergabe blinkt die LED alle zwei Sekunden. Am rechten Rand des Sockels ist ein Mikrofon zu finden, denn man kann über den Lautsprecher auch telefonieren, was wir im Rahmen dieses Tests jedoch nicht ausprobiert haben.

Bluetooth-Verbindung steht innerhalb weniger Sekunden bereit

Auf der Oberseite des Lautsprechers befinden sich fünf Tasten (von links nach rechts): „Power“, „Modus“, „Play/Pause“, „Lautstärke Minus“ und „Lautstärke Plus“. Um das Gerät anzuschalten, drückt man drei Sekunden den Power-Schalter. Die blaue LED beginnt zeitgleich zu blinken und signalisiert, dass sich der Lautsprecher im Kopplungsmodus befindet. Bestand schon eine Verbindung zu einem Bluetooth-Gerät und befindet sich dieses in Reichweite, erfolgt die Kopplung in wenigen Sekunden automatisch.

In unserem Test haben wir ein Apple iPad Mini und ein Samsung Galaxy S7 problemlos mit dem AUKEY SK-M30 verbunden. Um die Kopplung zu trennen, drückt man einfach zwei Sekunden auf die Modustaste. Ziemlich nervig ist dabei, dass sowohl beim An- und Ausschalten als auch beim Entkoppeln ein lauter und aus unserer Sicht nerviger Ton abgespielt wird, der leider auch nicht deaktiviert werden kann.

Überzeugender Sound mit starken Bässen

Bei 50 % Lautstärke kann ein 15 qm großer Raum locker beschallt werden, als Sounduntermalung während des Arbeitens reichten uns im Test etwa 25 % Lautstärke. Der Sound des kleinen Lautsprechers ist gut, und auch an Bässen fehlt es ihm nicht, wobei wir uns diesbezüglich manchmal noch etwas mehr Wumms gewünscht hätten. Wichtig ist aber, dass auch bei voller Lautstärke nichts scheppert und bei niedriger Lautstärke nichts rauscht. Der AUKEY SK-M30 liefert Monosound. Die Kopplung von zwei SK-M30 zu einem Stereo-Duo ist nicht möglich. Allerdings sollte berücksichtigt werden, dass die geringste Lautstärke noch verhältnismäßig laut ist. Wer den Lautsprecher also für leise Musik auf dem Nachttisch nutzen will, um sanft einzuschlummern, dem könnte das deutlich zu laut sein.

Sonos Play:1, Amazon Echo Dot und AUKEY SK-M30
Treten gegeneinander an: Sonos Play:1, Amazon Echo Dot und AUKEY SK-M30

Im direkten Vergleich haben wir den AUKEY SK-M30 gegen den 10 Euro teureren Amazon Echo Dot und den 110 Euro teureren Sonos Play:1 getestet. Das Ergebnis überrascht nicht wirklich. Den kleinen Echo Dot lässt der AUKEY SK-M30 deutlich hinter sich, und an die Klangqualität eines Play:1 reicht er natürlich nicht heran. Wer den Sound des AUKEY SK-M30 noch etwas pimpen will, nutzt unter Spotify beispielsweise den Equalizer. Unter iOS bietet Spotify deutlich mehr vordefinierte Soundprofile. Uns hat im Test für basslastige Musik das Profil R&B ziemlich gut gefallen. Aber das ist reine Geschmackssache, und jeder dürfte die geeignete Einstellung für sich finden.

Wer den AUKEY SK-M30 analog per Kabel mit einem Gerät verbinden möchte, nutzt hierfür das beiliegende 3,5-mm-Klinke-Kabel. Wir haben Lautsprecher und Amazon Echo Dot miteinander verbunden, was einwandfrei funktionierte. Sobald das Audiokabel im SK-M30 steckt, wird eine vorhandene Bluetooth-Verbindung gekappt. Das bedeutet gleichzeitig, dass für eine neue Bluetooth-Verbindung das Kabel gezogen sein muss.

Bewertung

49,99 (02.02.2018)
4.3

(GUT)

Fazit

Das Preis-Leistungs-Verhältnis des AUKEY SK-M30 ist ausgezeichnet. Mehr darf man für knapp 50 Euro eigentlich nicht erwarten, und bei einem Angebotspreis von 37,99 Euro sollte man nicht lange überlegen. Auch wenn die Kabel etwas kurz geraten sind und die Sounduntermalung beim Trennen der Bluetooth-Verbindung nervt: Letztendlich kommt es auf den Sound an, und dieser überzeugt. Natürlich geht es auch noch besser, aber dafür muss man eben auch tiefer in die Tasche greifen.

Von uns erhält der AUKEY SK-M30 in jedem Fall eine Kaufempfehlung. Wer plant, sich den Bluetooth-Lautsprecher zu kaufen, erhält mit dem Rabattcode ZMUZCPJG bei Amazon einen Preisnachlass von 12 Euro (24 %) und zahlt statt 49,99 Euro lediglich 37,99 Euro. Das Angebot gilt vom 3. bis 10. Februar 2018.

 

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