Test Bluetooth-Lautsprecher Tribit XSound Go

Kompakter Bluetooth-Lautsprecher mit IPX7-Zertifizierung liefert im Test einen satten Sound für die Beschallung unterwegs

0
372

Tribit XSound Go – Günstig, aber auch gut?

Insbesondere in der Urlaubszeit suchen immer mehr Musikliebhaber Lautsprecher, um sich auch im Hotelzimmer, in der Ferienwohnung oder am Strand (kurz gesagt: unterwegs) mit Musik beschallen zu lassen. Natürlich kann über jeden Smartphone-Lautsprecher Musik wiedergegeben werden, aber selbst bei den High-End-Modellen ist die Qualität durchwachsen. Nicht weiter verwunderlich, denn um Bässe richtig wiedergeben zu können, benötigt man Raum, und der ist bei einem extrem flachen Smartphone nun mal nicht vorhanden.

Tribit XSound Go (Bild: Tribit)
Tribit XSound Go (Bild: Tribit)

Bluetooth-Lautsprecher können hier schnell und bequem Abhilfe schaffen. Die kleinen Lautsprecher bieten in den meisten Fällen einen satten Sound, können per Akku stundenlang Musik spielen und sind schon ab 10 Euro erhältlich. Doch auch bei den kleinen Schallwundern gibt es Unterschiede bei der Soundqualität, der Größe und natürlich dem Preis.

Im Februar testeten wir die Bluetooth-Lautsprecher SK-M30 von AUKEY und kamen zu einem positiven Urteil. In diesem Test wollen wir uns mit den Bluetooth-Lautsprechern Tribit XSound Go beschäftigen. Diese sind mit 35,99 Euro gut 30 Prozent (16 Euro) günstiger als die SK-M30 und haben den großen Vorteil, nach IPX7 wasserdicht zu sein.

Wasserdicht nach IPX7

Die IPX7-Norm verspricht einen Schutz gegen Eindringen von Wasser beim kompletten Eintauchen für begrenzte Zeit (1 Meter tief für 30 Minuten). Ein wichtiger Aspekt, wenn die Boxen am Swimmingpool, auf dem Boot oder im Außeneinsatz bei Regen Verwendung finden sollen. Einen Einsatz unter Wasser wird sicherlich niemand ernsthaft in Betracht ziehen, aber es ist schön zu wissen, dass Wasser den Lautsprechern nichts anhaben kann. Die unserem Produkt beiliegende Bedienungsanleitung ist nicht aktuell, denn dort heißt es : „Nicht in Wasser tauchen!“ Der Hersteller gibt auf unsere Nachfrage jedoch Entwarnung, die Lautsprecher sind IPX7-zertifiziert und halten die Norm definitiv ein. Es gibt online mittlerweile eine aktualisierte PDF-Version der Bedienungsanleitung.

Die Bluetooth-Lautsprecher XSound Go wurden uns von Tribit zur Verfügung gestellt – ein Hersteller, der uns bisher unbekannt war. Auf der ohne Frage gut gemachten englischsprachigen Website tribitaudio.com ist über das Unternehmen selbst aber nichts zu finden. Dank Amazon konnten wir ermitteln, dass die Firma TribitDirect EU in Shenzhen, China ansässig ist. Allerdings sind auf der kompletten Internetseite keinerlei Informationen zum Firmensitz oder eine Anschrift zu finden. So etwas ist schlecht, denn auch dem Produkt beiliegenden Infomaterial ist hierzu nichts zu entnehmen. 30 Tage Geld-zurück-Garantie, 18 Monate Austauschgarantie bei Defekt und eine lebenslange Support-Garantie klingen erst mal gut. Doch wie schnell ist solch eine Website abgeschaltet – das geht mit wenigen Klicks!

Technische Daten überzeugen

Der Lautsprecher wird in einem stylishen Karton in Weiß und Orange geliefert, der neben den XSound Go nur noch das USB-Ladekabel, eine Kordel (Schnürsenkel), die als Trageschlaufe genutzt werden kann, und eine knappe mehrsprachige Bedienungsanleitung enthält. Außerdem liegen noch zwei Kärtchen bei – mit Garantiezeiten und dem Versprechen, 1 US-Dollar an UNICEF zu spenden, wenn man die Erfahrungen zum Produkt auf Facebook oder Twitter teilt.

Tribit XSound Go mit Trageschlaufe
Tribit XSound Go mit Trageschlaufe

Die Lautsprecher sind mit 17 x 5,6 x 5,8 cm ziemlich klein und mit 380 Gramm auch schön leicht. Wir sind gespannt, welchen Sound zwei 6-Watt-Lautspreche liefern können. Der verbaute 4400-mAh-Akku soll einen ganzen Tag durchhalten, allerdings ist dies vom Lautstärkepegel abhängig. Bei einer höheren Laustärke werden aber immer noch 18 Stunden Spielzeit ermöglicht. Eine Vollaufladung des Akkus wird mit vier Stunden veranschlagt. Auf der Rückseite mit einem Gummistöpsel verschlossen sind ein USB-Anschluss mit DC 5V/1A und der 3,5-mm-Klinke-AUX-Eingang zu finden. Die Lautsprecher arbeiten mit Bluetooth-Version 4.2.

Funktionale Optik

Optisch ist der schwarze ovale Bluetooth-Lautsprecher als schlicht zu bezeichnen. Auf der Website des Herstellers ist zudem eine blaue/lila Variante zu sehen, die bei Amazon Deutschland aber nicht angeboten wird. Die Verarbeitungsqualität ist jedenfalls tadellos. Vorn ist eine wabenförmige Abdeckung aus Metall, welche die Lautsprechermembran schützt und mittig das Logo des Herstellers trägt. Die restliche Ummantelung ist ein gummierter Kunststoff. Dieser hat allerdings den Nachteil, dass Staub und Fusseln daran haften bleiben. Dies ist sicherlich ein Tribut an die IPX7-Norm, die das Eindringen von Wasser verhindern soll. Hinten rechts ist eine Öse, in die der beiliegende Schnürsenkel als Trageschlaufe eingeführt werden kann. Somit kann der Lautsprecher einfach in den nächsten Baum gehängt werden. Rein optisch haben uns die AUKEY SK-M30 besser gefallen – sie wirken hochwertiger, aber das ist Geschmackssache.

Tribit XSound Go und AUKEY SK-M30 nebeneinander
Vergleich Tribit XSound Go und AUKEY SK-M30

Bedient wird die Box auf der Oberseite über fünf geprägte Tasten. Diese sind zwar zu ertasten, aber nicht beleuchtet. Bei absoluter Dunkelheit sind sie nicht einfach zu bedienen. So gibt es von links nach rechts Power, Bluetooth, Start/Pause, Leiser und Lauter. Alle Tasten haben einen guten Druckpunkt und reagieren einwandfrei. Start/Pause dient auch zum Annehmen oder Abweisen (lange drücken) von Telefongesprächen oder dem Vor- und Zurückspringen von Titeln (zweimal Drücken vor und dreimal Drücken zurück). Des Weiteren ist dort eine kleine LED verbaut, die blau leuchtet, wenn die Box per Bluetooth verbunden ist oder gekoppelt wird (blinkt), und rot leuchtet, wenn die Akkuleistung weniger als 15 % beträgt. Zusätzlich ist ein Mikrofon zu finden, das für die Telefonfunktion benötigt wird.

Fünf geprägte Bedientasten auf der Oberseite
Fünf geprägte Bedientasten auf der Oberseite

Das Koppeln mit einem Samsung S7 und einem iPad Mini Retina funktioniert sofort. Leider spielt auch die XSound Go beim An- bzw. Ausschalten sowie bei erfolgreicher Bluetooth-Verbindung eine Tonfolge ab. Das ist etwas nervig und leider nicht abschaltbar. Sobald die Box mit einem 3,5-mm-Klinkekabel (AUX) verbunden ist, wird die Bluetooth-Verbindung getrennt. Sollte keine Bluetooth-Verbindung mehr vorliegen, trennt der XSound Go die Verbindung automatisch nach drei Minuten. Die Lautsprecher melden sich als Tribit XSound Go im System an, dann kann es endlich losgehen.

Sound mit satten Bässen

Optik und Haptik sind gut und schön, aber der wichtigste Punkt bei einem Lautsprecher ist immer noch der Ton. Im ersten Moment fragt man sich schon, wie aus einem so kleinen Klangkörper ein so satter Sound herauskommen kann. Natürlich reichen die Tribit XSound Go nicht an die Qualität eines SONOS-Lautsprechers (Play 1) heran, aber da liegen auch preislich einige Euros dazwischen. Zumindest im mittleren Lautstärkebereich gibt es nichts auszusetzen. Je höher man den Lautstärkeregler jedoch schiebt, desto mehr merkt man, wie die kleine Box zu kämpfen hat. Wer gern bei voller Lautstärke Musik hören möchte, sollte sich nach einer Alternative umsehen. Für die Beschallung eines 15 bis 20 m² großen Raums reicht die Leistung allemal.

Tribit XSound Go bietet zwei 6 Watt Lautsprecher und einen passiven Bassradiator
Tribit XSound Go bietet zwei 6 Watt Lautsprecher und einen passiven Bassradiator (Bild: Tribit)

Das Bluetooth-Signal reicht für einen Abstand von knapp 20 Metern, wobei sich Smartphone und Lautsprecher schon auf einer Etage befinden sollten.

Obwohl eine Freisprechfunktion bei einem Bluetooth-Lautsprecher aus unserer Sicht nicht unbedingt notwendig ist, ist diese in diesem Fall tatsächlich nutzbar. Bei Eingang eines Anrufs wird die Musikwiedergabe unterbrochen und der Nutzer kann das Telefonat mit der Play-Taste annehmen. Die Sprachqualität beim Anrufenden ist gut, ganz ohne Rauschen oder Echo. Und auch die Sprachausgabe über die Lautsprecher ist einwandfrei, das Gesprochene klingt angenehm und ist gut verständlich.

Bewertung

35,99 (09.07.2018)
4.3

(GUT)

Fazit

Soll man sich die Tribit XSound Go nun kaufen oder nicht? Wer sich diese Frage stellt, braucht bei einem Preis von knapp 36 Euro nicht lange zu zögern. Die Soundqualität ist für die kompakte Bauweise erstaunlich gut und kann im Test überzeugen. Auch eine Dauerbeschallung mit bis zu 18 Stunden kann durchweg überzeugen.

Die kleine und leichte Bauweise erleichtert den Transport, und wer die XSound Go in einem Umfeld betreiben möchte, in dem eine Berührung mit Wasser faktisch schon vorprogrammiert ist, wird sich über die IPX7-Spezifizierung freuen. Alles in allem bieten die Tribit XSound Go ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Tribit XSound Go gewinnen!

Werden Sie Fan, teilen oder liken Sie den Artikel bei Facebook, Google+ und Twitter. Ebenso können Sie unseren YouTube-Kanal abonnieren oder sich bei unserem Newsletter anmelden. Wir verlosen die Tribit XSound Go unter allen Social-Media-Kontakten vom 10. bis 31. Juli 2018. Wenn Sie verschiedene Kanäle für einen Kontakt nutzen, steigern Sie Ihre Gewinnchance.

 

Gefällt Ihnen dieser Beitrag ?

95%
gefällt es

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen