Test Tablet Nexus 7
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Leistung

Beim Nexus 7 kommt die Nvidia Tegra 3 CPU Model T30L zum Einsatz. Die CPU hat 4 Kerne und die im Single-Core-Betrieb mit bis zu 1,4 GHz getaktet wird. Im Multi-Core-Betrieb ist der Takt auf maximal 1,3 GHz je Kern begrenzt. Außerdem verfügt die Tegra 3 CPU noch über einen weiteren Stromspar-Kern, der auch als Companion-Core bezeichnet wird.

Der Companion-Core kommt immer dann zum Einsatz, wenn dem Tabelt eine geringe Leistung abgefordert wird. Die Nvidia Tegra 3 CPU hat darüber hinaus auch eine Grafikeinheit (GPU) integriert, die über 12 Recheneinheiten verfügt, die mit 416 MHz getaktet sind (schematische Darstellung der Tegra 3 CPU).

Die Tegra 3 CPU mit integrierter GPU liegt von der Leistung auf hohem Niveau und Anwendungen (Apps), Filme in HD oder aufwendige 3D-Spiele bewältigt das Nexus 7 problemlos. Damit liegt das Nexus 7 in der Spitzengruppe der Android-Tablets, die es zurzeit auf dem Markt gibt.

3D-Spiele wie z.B. der Shooter „Dead Trigger“, sind mit dem Nexus 7 einwandfrei spielbar.

Das Nexus 7 besitzt 1 GB LP-DDR3 Arbeitsspeicher und in der 8 GB Version sind 8 GB Flash-Speicher integriert und in der 16 GB Version sind somit 16 GB Flash-Speicher eingebaut. Da sich der Speicher nicht durch SD-Karten erweitern lässt, ist besonders bei der 8 GB Version der Speicher für Apps und Daten sehr knapp bemessen.

Googel setzt auf die Cloud-Philosophie, die Benutzer sollen ihren Daten online in der Cloud speichern. Das Cloud-Konzept ist eine Entwicklung hin zu immer mehr online und Internet. Dieses Konzept hat aber eine deutliche Achillesferse: ohne Internetzugang hat man keinen Zugriff auf die in der Cloud gespeicherten Daten.

Beim Nexus 7 ist man zudem auf einen WLAN-Zugang angewiesen, der eben nicht überall und zu jeder Zeit verfügbar ist. Mit zusätzlich integriertem UMTS/LTE würde das Cloud-Konzept schon mehr Sinn machen.

Der Touchscreen reagiert direkt und ohne merkliche Verzögerung, egal ob beim Scrollen durch Seiten, dem Vergrößern des Bildinhalts durch Zweimaliges antippen oder per Multitouch mit den Fingern aufziehen.

Bei den Sensoren wurde beim Nexus 7 nicht gespart, hier gibt es das volle Programm: Der Lichtsensor mit dem die Helligkeit des Displays automatisch an die Umgebungshelligkeit angepasst werden kann, funktioniert ausgesprochen gut. Ebenso einwandfrei arbeiten der Beschleunigungsmesser mit dem auch die Formatumschaltung gesteuert wird, das Gyroskop mit dem die Neigung des Tablets nach allen Seiten gemessen wird und der GPS-Empfänger mit elektronischem Kompass.

Laufzeiten

Das Nexus 7 hat einen Lithium-Ionen-Akku mit einer Kapazität von 4325 mAh und laut Hersteller soll dies ca. 10 Stunden Betriebszeit ermöglichen. Unter welchen Betriebsbedingungen bleibt dabei unklar. Wir haben selbst einige Tests angestellt.

Bei einer Helligkeit von 50 %, mit aktiviertem WLAN und Filmwiedergabe, erreicht des Nexus 7 Tablet eine Laufzeit von ca. 9 Stunden. Diese lange Laufzeit bei der Filmwiedergabe ist beeindruckend und ein sehr guter Wert.

Bei einer Helligkeit von 50 %, mit aktiviertem WLAN und beim Zocken eines aufwendigen 3D-Spiels wie „Glowball“ von nVidia, ist der Akku nach ca. 3 Stunden 30 Minuten erschöpft.

Wir möchten drauf hinweisen, dass je nach Helligkeitseinstellung, eingeschalteten Diensten und Last, die Laufzeit deutlich schwanken kann. Die Ladezeit des Tablets von 0 auf 100 Prozent liegt bei knapp unter 3 Stunden.

Software

Beim Nexus 7 kommt die neuste Version des Android Betriebssysteme 4.1.1 Codename Jelly Bean (JB) zum Einsatz. Die Jelly Bean Version ist eine gelungene Weiterentwicklung der Android-Version 4.0 Ice Cream Sandwich (ICS) und die Bedienung ist nochmals einen Tick runder und flüssiger geworden.

Während unseres Tests konnten wir bei der Version 4.1.1 keinerlei Instabilität oder sonstige Probleme feststellen, die Jelly Bean Version verrichtet zuverlässig ihren Dienst. Auch mit den zahlreichen von uns zum Test eingesetzten Apps, konnten wir keinerlei Probleme im Zusammenspiel mit dem neuen Android-Betriebssystem feststellen. Da hinter Android wie auch dem Nexus 7 Tablet Google steht, hätte es auch verwundert, wenn in dem Punkt nicht alles einwandfrei funktionieren würde.

Dieser Testbericht dargestellt auf dem Nexus 7 mit der App OfficeSuite Pro

Multimedia

Das Nexus 7 ist lediglich mit einer Webcam auf der Frontseite ausgestattet, die 1,2 Magapixel auflösen kann und am Rand in der Nähe der Tasten platziert ist. Die Webcam kann sowohl Fotos wie auch Videos aufnehmen, allerdings ist die Auflösung zu gering, um von einer guten Bildqualität zu sprechen. Eine Webcam ist allerdings auch für andere Aufgaben gedacht, wie z.B. Videotelefonie oder Videokonferenzen. Eine weitere Kamera auf der Gehäuserückseite, mit einer höheren Auflösung und insgesamt besseren Bildqualität, besitzt das Nexus 7 Tablet nicht.

Auf dem Bild oben ist die 1,2 Magapixel Webcam gut erkennbar und rechts neben der Webcam ist der Helligkeitssensor positioniert.

Die beiden integrierten Mini-Lautsprecher sind, wenn das Tablet im Querformat (Landscape) ausgerichtet ist, auf der rechten Rückseite nahe dem Rand auf der Seite der Anschlüsse positioniert. Für die Lautsprecher wurde die Gehäuserückseite mit einer Aussparung versehen, die mit einem Lochblech abgedeckt ist.

Die integrierten Lautsprecher sind hinter einem Lochblech auf der Gehäuserückseite angeordnet.

Die Lautstärke der Lautsprecher ist mehr als ausreichend, allerdings ist die Klangqualität trotz zwei kleiner Lautsprecher nur mäßig und von Stereoklang kann nicht wirklich die Rede sein. Die Lautsprecher sind einfach zu klein, liegen zu dicht beieinander und das Tablet-Gehäuse hat einfach ein zu geringes Volumen, um ein kräftiges Klangbild zu entwickeln.

Die integrierten Mini-Lautsprecher reichen um Systemsounds oder den Sprecher in einem Videoclip wiederzugeben oder auch für die Sounduntermalung vieler Spiele, aber zum Musikhören sollte man auf jeden Fall einen Kopfhörer einsetzen.

Bewertung

Keine Angaben
4.3

(GUT)

Diskussion in unserem Forum

Fazit

Das Nexus 7 hat einiges zu bieten und kann mit einer guten Verarbeitung, einer hohen Leistung, langen Laufzeit und einem guten Display punkten. Bei der Ausstattung sieht es hingegen nicht so gut aus, lässt sich das Fehlen einer zweiten Kamera für die meisten Nutzer sicher verschmerzen, so ist das Fehlen eines SD-Kartenslots ein gravierender Punkt. Es kann zwar wie von uns im Test beschrieben, ein USB-Stick am Nexus 7 angeschlossen werden, aber das ist und bleibt eben eine Behelfslösung.

Das Cloud- Konzept klingt gut, hat aber eine eindeutige Achillesferse, denn ohne Internetzugang hat man keinen Zugriff auf die in der Cloud gespeicherten Daten. Beim Nexus 7 ist man zudem auf einen WLAN-Zugang angewiesen und dieser ist eben nicht immer verfügbar. Tethering über ein Handy funktioniert zwar, ist aber nicht grade komfortabel und damit auch mehr eine Notlösung. Wir empfehlen deshalb auch die 16 GB Version zu kaufen, auch wenn die 8 GB mehr Flash-Speicher mit 50 Euro Mehrpreis überproportional teuer erkauft werden muss.

Trotz der Kritik überwiegt am Ende ein positives Bild. Das Nexus 7 ist ein gut funktionierendes 7 Zoll Android-Tablet, welches mit seinem Display, der Leistung, der Laufzeit und dem Preis überzeugt. Insgesamt betrachtet hat sich das Nexus 7 von Google am Ende unseres Tests die Gesamtnote gut verdient.

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