Test Sony KDL-55W955B: Full-HD-TV der Spitzenklasse trotzt dem 4K-Trend

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Einleitung

Im Test des Sony KDL-55W955B beschäftigen wir uns mit dem besten Full-HD-Fernseher aus dem Hause Sony. So sieht es jedenfalls der Hersteller selbst. Tatsächlich bietet das neue Flaggschiff zahlreiche Ausstattungsmerkmale der Oberklasse, die ihm unter dem Strich eine hervorragende Bildqualität bescheren. Wem 139 Zentimeter Bilddiagonale zu klein sind, der kann übrigens auch zum 900 Euro teureren KDL-65W955B mit 164 Zentimeter großem Display greifen, zu dem ebenfalls ein Test existiert.

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Test Sony KDL-55W955B: Full-HD-Flaggschiff punktet mit zahlreichen Detailverbesserungen. (Bild: Sony)

Unser Test-Modell Sony KDL-55W955B schlägt mit 1.600 Euro (UVP) zu Buche, was durchaus angemessen klingt – insbesondere, wenn man bedenkt, dass frühere Top-Modelle wie der KDL-55W905 weitaus mehr gekostet haben. Zwar fällt gegenüber dem vorherigen Modell eine deutlich reduzierte Motionflow-Rate auf, da allerdings auch moderne Autos mehr Leistung aus weniger Hubraum holen, muss das keinesfalls ein Manko sein.

Darüber hinaus folgt das keilförmige Wedge-Design nicht bloß optischen Aspekten, vielmehr soll die Klangqualität davon profitieren. Zum Lieferumfang gehören eine TV-Kamera, zwei Fernbedienungen (klassisch und mit Touchpad) sowie zwei passive 3D-Brillen.

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Flexibel: Die zwei kleinen Standfüße des Sony KDL-55W955B lassen sich entweder an den Außenseiten oder in der Gehäusemitte anbringen. (Bild: Sony)

Ausstattung Sony KDL-55W955B

Der KDL-55W955B fällt für einen Fernseher neuester Bauart ganz schön dick aus. Zumindest misst er unten knapp zehn Zentimeter und läuft spitz nach oben hin zu, wo die Tiefe weniger als zwei Zentimeter beträgt. Das sogenannte Wedge-Design mag zwar etwas gewöhnungsbedürftig aussehen, unterscheidet den Sony-Fernseher aber optisch von der Konkurrenz und vergrößert außerdem den Resonanzraum der im unteren Teil verbauten Lautsprecher. Welchen Nutzen das hat, verraten wir im Absatz „Tonqualität“.

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Wedge-Design: Optisch mag der Sony KDL-55W955B zwar Geschmackssache sein, doch beschert das keilförmige Gehäuse den integrierten Lautsprecher mehr Resonanzraum. (Bild: Sony)

Als Hintergrundbeleuchtung kommen bem Sony KDL-55W955B im Rahmen integrierte LEDs zum Einsatz. An Bord sind außerdem zahlreiche Bildverbesserungstechnologien, darunter auch das bewährte Triluminos-Display mit erweitertem Farbraum sowie die „X-tended Dynamic Range“-Schaltung zur Erhöhung des Dynamikumfangs. Eine flüssige Darstellung von Bewegungen verspricht die Motionflow-XR-Technologie mit 400 Hertz Bildfrequenz.

Statt einer doppelten TV-Empfangseinheit, wie sie die großen UHD-Brüder oder die Full-HD-Spitzenreiter von Panasonic und Samsung bieten, setzt Sony beim KDL-55W955B auf einen einfachen Triple-Tuner. Aus diesem Grund lässt sich während der Wiedergabe einer Sendung keine andere aufzeichnen. Der USB-Recorder ist bis zu zwei Wochen im Voraus programmierbar.

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Bis auf einen Twin-Tuner für die parallele Aufnahme und Wiedergabe zweier TV-Programme stattet Sony den KDL-55W955B mit allen wichtigen Schnittstellen und Funktionen aus.

Bedienung Sony KDL-55W955B

Generell weist das Bedienkonzept des Sony KDL-55W955B einige Unzulänglichkeiten auf. Angefangen beim ziemlich langsamen Startvorgang (es dauert rund 20 Sekunden, bis alle Funktionen uneingeschränkt zur Verfügung stehen) über die teils hakelige Navigation bis hin zu den verstreuten Menüs. Ferner sind die Bezeichnungen nicht immer eindeutig – so bezeichnet etwa der Menüpunkt „Nett“ den „Gefällt mir“-Button für Facebook, um seine Freunde über die aktuell laufende Sendung zu informieren; der Regler für das Triluminos-Display verbirgt sich hinter „Farbbrillanz“. Ungeachtet der chaotischen Benutzeroberfläche besticht der eingebaute Tuner durch eine sinnvoll vorsortierte Programmliste sowie relativ kurze Umschaltzeiten.

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Neben dem klassischen Signalgeber liegt dem Sony KDL-55W955B auch die „Smart View“ genannte Fernbedienung mit Touchpad und integriertem NFC-Chip bei.

Leider fällt das Farbmanagement ausgesprochen mager aus: Bis auf den manuellen Weißabgleich lässt er keine detaillierten Anpassungen zu. Von einer automatischen Kalibrieroption à la Panasonic können Besitzer des Sony KDL-55W955B leider nur träumen. Dafür ist der Farbraum über die „Videoeingangs-Einstellungen“ für jede Quelle separat auswählbar.

Ambitionierte Fotografen kommen sogar in den Genuss des Adobe-RGB-Standards. Hilfe und Tipps zu wichtigen Funktionen finden Nutzer im elektronischen Handbuch „i-Manual“, welches über die klassische Fernbedienung direkt aufgerufen werden kann – beim ebenfalls mitgelieferten Touchpad-Signalgeber muss man den Umweg über das Menü nehmen.

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Im elektronischen Handbuch „i-Manual“ können alle wichtigen Funktionen und Ausstattungsmerkmale des Sony KDL-55W955B nachgeschlagen werden.

Multimedia

Zu Sonys Entertainment Network eröffnen beide Fernbedienungen den unmittelbaren Zugang: Mit einem Druck auf die Taste „Home“ oder „SEN“ zeigt der KDL-55W955B eine Übersicht aller wichtigen Smart-TV-Features beziehungsweise der persönlichen Favoriten.

Dabei stehen von Online-Videotheken à la Maxdome, Netflix und Amazon Instant Video über TV-Mediatheken, Nachrichtenportale sowie soziale Netzwerke bis hin zu Musikstreams und YouTube (maximal in 720p-Qualität) alle wichtigen Internet-Dienste zur Auswahl. Für Videotelefonate via Skype besitzt das Gerät eine Kamera, die bei Nichtgebrauch nach hinten umgeklappt oder ganz abmontiert werden kann.

Der per USB sowie DLNA-Netzwerk-Stream fütterbare Mediaplayer komplettiert die Multimedia-Ausstattung. Leider verzichtet er auf eine Ordner-Ansicht und spielt keine hochaufgelösten DivX-Clips ab.

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Sony Entertainment Network: Das hauseigene Smart-TV-Portal besticht durch eine riesige Auswahl an Apps, die allerdings etwas chaotisch bzw. unlogisch sortiert sind.

1 KOMMENTAR

  1. Wenn ein Kontrastverhältnis von 828:1 schon als „satt“ bezeichnet wird, möchte ich nicht wissen wie VA/PVA-Panels, Plasma- oder OLED-Fernsher beschrieben werden. In allen anderen Tests im Netz wird das IPS-Panel mit dem geringen Kontrast als großer Nachteil gewertet, hier nicht. Erstaunlich.

    Auch eine Erwähnung des Input-Lags wäre in Zukunft schön, ein entsprechendes MEssgerät kostet keine 100 Euro.

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