Test Philips BDM4065UC: Erster Ultra-HD-Monitor mit 40 Zoll

2
1073

Einleitung

Im Test des Philips BDM4065UC geht es um den ersten 40 Zoll Monitor mit UHD-Auflösung. Groß und in schlankem Design präsentiert Philips seinen 40-Zoll-Brilliance-Monitor BDM4065UC, der mit einer 4k-Ultra-HD-Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln Kinoerlebnisse im Büroalltag verspricht. Damit soll der 40-Zöller den hohen Ansprüchen für professionelle CAD-CAM-Lösungen, aufwendige 3D-Grafiken oder riesige Tabellenkalkulationen gerecht werden. Das eingesetzte VA-Panel soll dabei große Betrachtungswinkel gewährleisten und mit einem statischen Kontrastverhältnis von 5.000:1 für besonders lebendige und helle Bilder sorgen.

Philips Bdm4065uc Monitor Monitor1
Im Test: Philips BDM4065UC (Bild: Philips).

Auch bei den Anschlüssen gibt sich der BDM4065UC anspruchsvoll und flexibel: Neben DisplayPort, miniDP, HDMI, MHL-HDMI und einem analogen VGA-Anschluss gibt es auch einen aus den 1990ern stammenden RS-232-Eingang, der den Anschluss älterer digitaler Geräte ermöglicht. Drei USB-3.0-Ports, davon einer mit einer Schnellladefunktion, sind ebenfalls integriert.

Die Reaktionszeit für einen Grauwechsel gibt Philips mit 8,5 ms an und kann mit der SmartResponse-Funktion gar auf 3,5 ms beschleunigt werden. Ob der hochauflösende Business-Monitor damit auch für Anwender im Video- und Spielebereich interessant ist, klären wir im nachfolgenden Test.

Lieferumfang

Der Monitor wird in einem großen schlanken Karton mit zwei Griffschlitzen geliefert und bringt 13,5 kg auf die Waage. Ohne Verpackung wiegt der 40-Zoll-Monitor noch 9,7 kg. Der beigelegte Standfuß aus Aluminium wird an einem schwarzen Führungsblock montiert, der in die Rückseite des Philips BDM4065UC geschoben und dort mit weiteren Schrauben fixiert wird.

Das Zubehör ist umfangreich und deckt zahlreiche Anschlussmöglichkeiten ab: DisplayPort-, HDMI-, VGA-, Audio- und ein RS-232-Kabel mit 9-poliger D-Sub-Buchse sind vorhanden. Ein USB-3.0-Upstream-Kabel zur Nutzung der USB-3.0-Anschlüsse ist nicht beigelegt und muss bei Bedarf im Zubehörhandel besorgt werden.

Philips Bdm4065uc Monitor Zuebehoer
Standfuß und Zubehör des BDM4065UC.

Eine gedruckte Kurzanleitung und eine mehrsprachige CD mit Monitortreiber, SmartControl-Software und Bedienungsanleitungen sind auch dabei. Ein Datenblatt, das die sRGB-Kalibrierung des BDM4065UC mit Delta E <4 und eine gleichmäßige Bildschirmhelligkeit mit +/- 5 % bestätigt, ist dem Monitor ebenfalls beigelegt.

Hands on Video Philips BDM4065UC

Optik und Mechanik

Der Philips BDM4065UC wirkt mit seinem rundum schmalen Display-Rahmen und mit seinem geschwungenen Aluminiumstandfuß außergewöhnlich elegant. Der Rahmen ist rundum nur 11 mm breit und erstrahlt in spiegelnder Klavierlackoptik. Der für den Business-Einsatz konzipierte Monitor wirkt hochwertig und solide und besticht durch seine formale Eleganz.

Die flach wirkende Rückseite des Displays ist in mattem Schwarz gehalten und nach unten hin leicht verdickt. Dort befinden sich die beiden eingebauten Lautsprecher und das Schubfach für den schwarzen Führungsblock, an dem das Standbein befestigt wurde.

Ein weißer Philips-Schriftzug ist mittig am unteren Display-Rand auf einem verdickten Steg in gebürsteter Metalloptik angebracht. Ärgerlich ist hier nur, dass die ab Werk angebrachte Schutzfolie unter den Steg geraten und ein restloses Entfernen der Schutzfolie damit nicht ganz problemlos ist.

Philips Bdm4065uc Monitor Vorne
Philips BDM4065UC frontale Ansicht.

Der schmale Aluminiumstandfuß erstreckt sich über eine Breite von 525 mm und über eine Tiefe von rund 215 mm und gewährleistet damit eine solide Standfestigkeit, die durch den rund 40 mm breiten Aluminiumsteg, auf dem der Monitor aufliegt, noch verstärkt wird.

Philips Bdm4065uc Monitor Detail
Philips Bdm4065uc Monitor Hinten
Pfiffige Navigation: Einschalttaste und kleiner Joystick auf der Rückseite des BDM4065UC.

Die Rückansicht des BDM4065UC macht insgesamt einen schlichten Eindruck. Leider befindet sich auf der Rückseite des Aluminiumstandfußes eine Versatzkante, so dass der hochwertige Eindruck des Monitors dadurch leicht getrübt wird.

Philips Bdm4065uc Monitor Detail 1
Philips Bdm4065uc Monitor Detail 2
n Störende Details: Klebereste der Schutzfolie und Schweißnaht am Standfuß.

Ergonomisch bietet der 40 Zoll große Philips BDM4065UC keine Möglichkeiten der Anpassung. Der Abstand des unteren Display-Rahmens zur Tischplatte beträgt 75 mm. Die Gesamthöhe des BDM4065UC beträgt 590 mm. Ein Überstrecken des Kopfes sollte bei längeren Arbeiten vor dem Monitor vermieden werden. Wer zu dicht am Monitor sitzt, muss häufiger seinen Kopf drehen und neigen.

Für eine optimale Sitzposition sollte also der Aufstellungsort des Philips BDM4065UC mit Bedacht gewählt und entsprechend eingerichtet werden, zumal der große Bildschirm viel Platz auf dem Schreibtisch beansprucht. Dabei sollte auch beachtet werden, dass das brillante Display weniger stark entspiegelt ist und damit helle Gegenstände oder Fenster im Raum Reflexionen auf dem Bildschirm erzeugen können. Fingerabdrücke hinterlassen auf dem spiegelnden Display-Rand ebenfalls ihre Spuren.

Werden Standbein und Führungsblock entfernt, kann mithilfe der rückseitig angebrachten Bohrungen eine Wandmontage mit einer VESA200-Wandhalterung durchgeführt werden. Dabei weist das Display am unteren Rand eine Tiefe von 88 mm auf. Ein Kensington-Lock ist ebenfalls vorhanden.

Philips Bdm4065uc Monitor Belueftung
Unauffällig: Belüftungsschlitze an der Unterseite des Display-Rahmens.

Für die Belüftung des Displays sorgen zahlreiche kleine Belüftungsschlitze, die in einem schmalen Band an der Unter- und Oberseite der abgestuften Rückwand angebracht sind. Ein Problem mit der Abwärme sollte dieser Monitor mit LED-Backlight nicht bekommen.

Technik

Betriebsgeräusch

Der Philips BDM4065UC arbeitete im Test in allen Einstellungen völlig geräuschlos. Auch bei abgeregelter Helligkeit war keinerlei Brummen oder Pfeifen zu hören.

Stromverbrauch

Hersteller Gemessen
Betrieb maximal 140 W 78,9 W
Betrieb typisch 77,6 W
Arbeitsplatz 140 cd/m² 58,1 W
Betrieb minimal 34,2 W
Energiesparmodus 0,5 W 0,3 W
Ausgeschaltet (Soft Off) 0,3 W 0,1 W
Ausgeschaltet (Netzschalter) 0 W

* Anmerkung: Ohne USB und Lautsprecher

Philips nennt im Datenblatt noch einen Normalverbrauch von 62,17 Watt, der nach der Energy-Star-6.0-Testmethode ermittelt wurde. Bei einer durchschnittlichen Arbeitsplatzhelligkeit von 140 cd/m² ermitteln wir einen Verbrauch von 58,1 Watt. Im Eco-Modus reduziert sich der Verbrauch laut Philips auf 40,4 Watt. Wir haben hier 42,2 Watt gemessen. Bei maximaler Helligkeit sind es 78,9 Watt ohne zusätzliche Verbraucher an Audio- oder USB-Anschlüssen.

Ein mechanischer Ausschalter auf der Rückseite ist vorhanden. Im Stand-by-Modus messen wir 0,3 Watt und ausgeschaltet über die Power-Taste wir kein Strom mehr verbraucht. Die Vorgaben der aktuellen EU-Richtlinie werden sehr gut eingehalten.

Bei 140 cd/m² am Arbeitsplatz zeigt das Messgerät 58,1 Watt an, die Effizienz bei dieser Helligkeit berechnet sich zu befriedigenden 1 cd/W.

2 KOMMENTARE

  1. Hallo,

    ihr schreibt bei dem Kapitel Technik – Auch bei abgeregelter Helligkeit war keinerlei Brummen oder Pfeifen zu hören.

    Ich habe leider schon das 2. Gerät bei dem das nicht so ist. An der Unterseite des Gerätes kommt nach einer Betriebszeit ab ca. 20-30 Minuten ein leises Pfeifen hervor. Das wird mal etwas lauter und leiser. Es ist in einem Abstand von ca. 60 cm gut hörbar, solange keine Nebengeräusche vorhanden sind.
    Der Monitor ist wie bei euch über Displayport 1.2 angebunden (60HZ). Eine Veränderung der Helligkeit bringt keine Abhilfe. Auch das Zurücksetzen aller Einstellungen hilft nicht. Werde mich jetzt mal den Support von Philips wenden.
    Nutze den Monitor auch für normale Büroarbeit bzw. für die Uni. Da stört es beim Schreiben von Arbeiten etc.
    Gruß

  2. Habe bei dem Monitor das Problem, das wenn der Monitor in den Ruhezustand geht und wieder aufwacht alle Fenster aud ein Minimum zurückgesetzt werden. Läuft am Displayport in voller Auflösung mit 60 Hz. So kann man natürlich nicht produktiv arbeiten.

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen