Test Tablet Gigaset QV830
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Touchscreen

Der kapazitive Touchscreen des Gigaset QV830 ist Multitouch-fähig, bis zu 5 Finger werden gleichzeitig erkannt. Der schwarze Rahmen um das Panel ist an den breiten Stellen 16 mm und an den schmalen 6 mm breit. Hinzu kommt noch die Aluminiumeinfassung.

Die Glasoberfläche setzt den Fingern etwas Gleitwiderstand entgegen und wirkt etwas Stumpf. Das Glas ist ausreichend gehärtet, auch wenn die Oberflächen anderer Tablets zum Teil härter sind. Gelegentlich müssen die Berührungen aber ein wenig energischer sein als zum Beispiel auf einem zum Vergleich herangezogenen Nexus 7-Tablet.

Multimedia

Zwei Kameras mit 1,2 bzw. 5 Megapixel Auflösung decken die üblichen Wünsche nach Videotelefonie und einfachen Fotos ab, auch Videos sind möglich. Hohe Ansprüche an die Bildqualität sollte man nicht mitbringen, preiswerte Kompaktkameras liefern vielfach bessere Ergebnisse ab. Aber für den Schnappschuss zwischendurch ist die Kamera durchaus geeignet. Bei dem Loch unterhalb der rückwärtigen Kamera handelt es sich übrigens nicht um ein weiteres Mikrofon, sondern es ist ein Reset-Knopf.

Rückwärtige 5 MP Kamera und Reset-Knopf.

Für den Sound ist ein winziger 1 Watt Mono-Lautsprecher zuständig, der durch einen schmalen Schlitz an der unteren Tablet-Rückseite die Beschallung ausstrahlt. Vom Klangbild sollte man sich nicht zu viel versprechen, der Sound klingt ziemlich blechern mit vergleichsweise wenig bis null Bässen. Das ist bei der kleinen Öffnung und dem fehlenden Resonanzraum aber auch keinesfalls verwunderlich. Hier hilft nur der Griff zum Audiokabel für den Kopfhörerausgang. Das hier ausgegebene Signal ist einwandfrei.

Die Lautsprecher sind in der Aussparung rechts untergebracht, wobei nur 2/3 der Öffnung tatsächlich für den Lautsprecher genutzt werden.

Gigaset bietet einen Sound-Effekt an, der angeschaltet den Sound aber lediglich verschlimmbessert. Hier verschwinden noch mehr Bässe, anscheinend werden bei aktiviertem Sound-Effekt mehr Höhen ausgegeben. Letztendlich wohl eine Geschmacksfrage des Nutzers, welche Einstellung er wählt. In unserem Test hatten wir den Sound-Effekt deaktiviert.

Auf einen microHDMI-Anschluss zur Ausgabe an externe Geräte verzichtet Gigaset beim QV830.

Software

Die Inbetriebnahme ist kinderleicht. Sprache auswählen und schon kann es mit der Konfiguration losgehen. Mit den beiliegenden Informationen und dem ausführlichen Handbuch, sollte es auch für Android-Neulinge kein Problem darstellen das Tablet in Betrieb zu nehmen.

Das Gigaset QV830 wird serienmäßig mit Android 4.2.2 (Jelly Bean) ausgeliefert. Ein Google-Konto öffnet das riesige Angebot des Play Stores. Die nicht deinstallierbaren Zugaben halten sich in einem vertretbaren Rahmen und betreffen hauptsächlich Google-Apps.

Beim Vorinstallierten YouTube-App konnte uns die Bildqualität innerhalb der Videos nicht zufriedenstellen, insbesondere Schrift war extrem kantig, regelrecht Zacken konnten ausgemacht werden, je größer die Schrift angezeigt wurde. Unter Apps haben wir dann den Button Updates deinstallieren für die YouTube-App gewählt und siehe da, die Schrift wurde richtig angezeigt. Ein erneutes Update auf die neueste YouTube Version brachte aber wieder die unschönen Schriften zu Tage. Warum dies letztendlich passierte, konnten wir abschließend nicht klären.

Dass das Gigaset QV830 grundsätzlich Schriften gut skalieren kann, konnten wir unter dem eBook-Reader-App Aldiko beobachten. Egal ob Mini- oder Maxischrift, die Schriftqualität war stets einwandfrei.

Performance

Das Herz des QV830 ist ein Quad-Core 1,2 GHz (MTK MT8125) Cortex A7 Prozessor. Der Arbeitsspeicher (DDR3-RAM) ist mit 1 GB bestückt. Der interne Flash-Speicher ist mit 8 GB ausgestattet. Die Speichererweiterung ist mit einer microSD-Karte möglich.

Bei Standardanwendungen wie Internet, Videos ansehen oder eBooks lesen, hat man zu keiner Zeit das Gefühl, dass der Prozessor überfordert wäre. Dennoch handelt es sich beim Gigaset keinesfalls um ein sonderlich schnelles Tablet und 1 GB Arbeitsspeicher ist als Minimum-Ausstattung anzusehen.

Um die Leistungsfähigkeit insbesondere zu anderen Tablets herstellen zu können, haben wir den 3DMark Benchmark Test herangezogen. Unter dem Test „Ice Storm Extreme“ erzielte das Gigaset QV830 1.572 Punkte. Das Bild ruckelte sichtbar und die Testsequenzen anzusehen war kein Vergnügen. Zum Vergleich: das aktuelle Nexus 7 erzielt 10.570 Punkte. Das sind Welten.

Für einfache Spiele reicht die Performance sicherlich aus, wer aber etwas aufwändigere und grafiklastige Games spielen möchte, sollte sich nach einem leistungsstärkerem Tablet umsehen.

Laufzeiten

Im Datenblatt macht Gigaset diverse Angaben zur Akkulaufzeit. So soll diese bei Internetnutzung über WLAN bei bis zu 8 Stunden und bei der Wiedergabe von Videos bei bis zu 7 Stunden liegen. Für eine reine Audiowiedergabe werden bis zu 65 Stunden genannt. Die reine Stand-by-Zeit wird mit 240 Stunden und die Ladekapazität des Akkus mit 3260 mAh angegeben. Zu meckern gibt es in der Praxis wenig: mit Surfen und Videos sind grundsolide Laufzeiten möglich. Natürlich abhängig davon wie hell das Display beleuchtet wird.

Laden über USB kann wegen des genormten Maximalstroms von 500 mA schon mal zur Geduldsprobe werden. Das mitgelieferte Schaltnetzteil des Gigaset QV830 bringt allerdings deutlich mehr, eine komplette Ladung ist nach etwa 4 Stunden abgeschlossen.

Bewertung

170,00
3.6

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Fazit

Gigaset sieht das QV830 als Einsteiger-Tablet und als solches ist es auch gut geeignet. Bildqualität und Leistung gehen für den Preis von etwa 170 Euro noch in Ordnung. Insbesondere das IPS-Panel überzeugt mit einem guten Blickwinkel, auch wenn die Maximalhelligkeit von 254 cd/m² in der Bildmitte nicht sonderlich hoch ist. Für den Außeneisatz auf der Terrasse oder im Garten ist das Tablet deshalb weniger geeignet.

Die Kommunikation über WLAN und Bluetooth konnte ebenso überzeugen, wie die gute Verarbeitungsqualität. Wer keine grafiklastigen und leistungshungrigen Spiele auf dem Tablet nutzen möchte, wird mit der Performance zurechtkommen. Besonders hervorzuheben ist die einfache Inbetriebnahme und die gute Dokumentation.

Alternativen am Markt gibt es jede Menge. Wir möchten zum Vergleich das Nexus 7 (2013) nennen, was preislich bei 199 Euro liegt und somit 30 Euro teurer als das QV830 ist. Außerdem hat es nur ein 7 Zoll Display, dafür aber mit deutlich feinerer Auflösung. Auch beim Speicher hat das Nexus 7 mit 16 GB doppelt so viel an Bord wie das Gigaset, dafür aber keinen microSD-Slot um den Speicher zu erweitern. Allerdings ist das Nexus 7 bei der Performance deutlich leistungsfähiger.

Gigaset ist der Einstieg in den Tablet-Markt mit dem QV830 durchaus gelungen. Letztendlich ist es eine Geschmacksfrage, aber wer ein Einsteiger-Tablet sucht, macht mit dem 8 Zoll Gigaset QV830 zumindest nichts falsch.

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