Touch-Panel-Lieferanten: Gute Prognosen trotz Wettbewerbsdruck

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Mit einem Umsatzsprung von 40 Prozent rechnet der Touch-Panel-Hersteller J Touch im laufenden Quartal, berichtet die Digitimes. Für Quartal eins hatte das Unternehmen Erlöse in Höhe von 1,195 Milliarden NT-Dollar (28,09 Millionen Euro) angegeben. Ausschlaggebend für die Geschäftsprognose sind offene Bestellungen. Aufgrund des Wettbewerbsdrucks durch das iPad 2 hatten einige Kunden die Lieferung von Touch-Panels auf das zweite Quartal verschoben.

Kurzfristigen Rückschlägen zum Trotz sind die Geschäftsprognose für die Touch-Panel-Lieferanten gut. (Bild/Logos: J Touch, Wintek)

Die erforderliche Produktionsumstellung von resistiven auf kapazitive Displays schmälerte die Bruttospanne auf 12,38 Prozent und verringerte den Gewinn je Aktie (EPS) auf 0,11 NT-Dollar (0,0026 Euro). Im gleichen Zeitraum des Vorjahres betrug die Bruttomarge noch 19,69 Prozent und der EPS war mit 0,0266 Euro ebenfalls deutlich höher. Aktuell liegt die Ertragsausbeute für kapazitive Touch-Panel bei 75 bis 80 Prozent (Telefondisplays) beziehungsweise 65 bis 70 Prozent (Tablet-Panel), während bei den resistiven Modellen 85 Prozent erzielt werden.

J Touch will bis Jahresende mit kapazitiven Displays 80 Prozent seines Umsatzes erwirtschaften. Für Investitionen zur Erweiterung der Produktionskapazität in Zentralchina und Taiwan hat das Unternehmen ein Budget von rund 47 Millionen Euro freigemacht.

Wie Branchenkollege Wintek vermeldet, sind die Umsätze von Januar bis April im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 149 Prozent auf 28,23 Milliarden NT-Dollar (663,56 Millionen Euro) gestiegen. Allerdings verzeichnete der Touch-Panel-Lieferante seit März einen 18-Prozent-Rückgang des Konzernumsatzes auf 161,5 Millionen Euro.

Der Erlösschwund sei nicht auf schwächere Nachfrage zurückzuführen, sondern vielmehr Folge davon, dass Kunden ihre Bestellungen geändert hätten. Im letzten Monat sind nach Angaben des Unternehmens hohe Mengen an Touch-Panels bestellt worden. Unbestätigten Gerüchten zufolge liegt der Umsatzschwund darin begründet, dass Apple beim Konkurrenten TPK Technology eingekauft hat.

Im dritten Quartal will Wintek die Kapazität zur Herstellung von Zehn-Zoll-Displays deutlich herauffahren und den Output von derzeit drei auf 5,2 Millionen Einheiten steigern. Die geplante Back-End-Modul-Fabrik in Vietnam soll schrittweise mit einfachen Produktionsverfahren ausgelastet werden.

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