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TV-Absatz während des chinesischen Neujahrs niedriger als erwartet

Die Umsätze mit Flachbildfernsehern während der chinesischen Neujahrsferien lagen unter den Erwartungen. Basierend auf Zahlen von der chinesischen Regierung und Überprüfungen der Einzelhändler und Fernsehmarken schätzt Marktforscher DisplaySearch, dass weniger als 3,5 Millionen Geräte abgesetzt wurden.

Im Vorfeld hatten etliche Stimmen aus der Industrie Verkäufe in Höhe von vier Millionen Einheiten erwartet, basierend auf der Annahme, die Verkaufswoche während des chinesischen Neujahrs würde zehn Prozent der jährlichen Zahlen ausmachen. Nur wenige heimische TV-Hersteller gingen davon aus, es würden weniger als drei Millionen Geräte verkauft werden.

Bis zum Beginn der Feiertage (14. – 19. Februar) hatten die Verkäufe von Flachbild-TVs eine starke Dynamik entwickelt, aus der sich die Absatzerwartungen der großen Hersteller ableiteten. Skyworth berichtete von 850.000 LCD-Fernseher-Verkäufen im Januar, wodurch die Wachstumsrate des Unternehmens auf dem chinesischen Markt bei 97 Prozent gelegen habe.

TCL verzeichnete eine 86-prozentige Zunahme seit dem Vorjahr; allein im Januar konnten 760.000 LCD-TVs verkauft werden. Von weiteren Herstellern, wie Hisense, Changhong, Konka und Haier, liegen DisplaySearch noch keine offizielle Mitteilungen über die monatlichen Verkaufserfolge vor. Ausgehend von vorherigen Kontrollen schätzen die Experten ihre Zuwachsraten jedoch ebenfalls auf mehr als 75 Prozent.

Neben Maifeiertag und Nationalfeiertag sind die chinesischen Neujahrsfeiertage für die Verkäufe von Flachbildfernsehern eine der „goldenen Wochen“. Die Hauptverkaufskanäle und die großen TV-Hersteller hatten sich allesamt aktiv auf diese Zeit vorbereitet. Als beachtenswert hebt DisplaySearch hervor, dass ausländische Markenhersteller im Vergleich zu heimischen Marken eine weitaus aggressivere Preispolitik betrieben hätten.

Aufgrund ungünstiger Bedingungen – gestiegene Panelpreise und kalte Wetterlage – hatten die ansässigen TV-Fertiger die Feiertagswoche 2010 nicht ganz so wichtig genommen. Sie bewarben hauptsächlich High-End-Produkte wie LED-beleuchtete LCD-Fernseher, Internetfernsehen und „Kala OK TV“ (Karaoke), die zwar im Publikumsinteresse stehen, aber nicht wesentlich zum Verkaufserfolg beitrugen.

Werbung für Einstiegs- und Mittelklassegeräte wurde kaum gemacht, Händler verließen sich auf die Nachwirkungen der letztjährigen Subventionsprogramme: den staatlichen 13-Prozent-Zuschuss für Haushaltsgeräte, die Zehnprozentförderung bei „Alt gegen neu“-Aktionen und den dreiprozentigen Ökobonus, der von den Herstellern ausgelobt wurde.

Einzelhandel und Geräteproduzenten hatten in Erwartung guter Absätze ihre Lager aufgestockt und sind nun, da die Verkäufe schwächer waren, für die nächsten zwei bis drei Wochen im Voraus bestückt. Das könnte laut Displaysearch auf die Nachfrage-Angebots-Struktur der kommenden ein bis zwei Monate Einfluss haben.

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