TV-Hersteller verbleiben auf Innovationskurs

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Im heutigen Informationszeitalter fungieren TVs schon lange nicht mehr als simple Empfänger von TV-Programmen. Neben den neuen Technologien zur Verbesserung der altbekannten Bilddarstellung setzen viele Hersteller auch verstärkt auf viele Zusatzfeatures: Allen voran die dreidimensionale Bilddarstellung, welche momentan für viele Geräte das Verkaufsargument schlechthin bildet. Bis zum Jahresende sollen laut dem Marktforschungsunternehmen DisplaySearch rund 2,5 Millionen 3D-fähige TV-Geräte verkauft werden, während man bis 2013 sogar ein Wachstumspotenzial auf bis zu 27 Millionen verkaufte Einheiten sieht.

Neben der dreidimensionalen Bilddarstellung und erhöhten Bildwiederholungsraten zählen die multimedialen Anschlussmöglichkeiten als eines der wichtigsten Verkaufsargumente für neue TV-Modelle (Foto: Samsung).

Hiermit ist der Einfallsreichtum der TV-Hersteller allerdings bei weitem noch nicht ausgeschöpft, welche zukünftig ebenfalls verstärkt auf eine erhöhte Konnektivität ihrer Geräte setzen wollen. Neben der Integration von USB-Anschlüssen umfasst dies ebenfalls die Möglichkeiten die heimischen TV-Geräte mit dem Internet zu verbinden und ermöglicht so die Nutzung von Videokonferenzen über Internetdienste wie beispielsweise Skype. Verstärkt wird dieser Eindruck durch die jüngste Übernahme des Video-On-Demand Anbieters VUDU durch den amerikanischen Einzelhandelskonzern Walmart. Dieser könnte somit in Zukunft die Kompatibilität zu seinem Videoportal als Verkaufsbedingung für sämtliche TV-Geräte in seinen Filialen stellen und so die Verbreitung von multimedialen Netzwerk- und USB-Anschlüssen weiter fördern.

Auch viele chinesische TV-Hersteller setzen auf eine zunehmende Anschlussvielfalt bei ihren Geräten. Gepaart mit der zunehmenden Verbreitung von digitalen TV-Programmen in China und Brasilien, erwartet DisplaySearch, dass bis 2013 bereits rund 100 Millionen TVs mit Internetanschluss verkauft werden könnten. Dies entspricht einem Zuwachs von stolzen 546 Prozent im Vergleich zu 2009: Damals waren es noch lediglich 15 Millionen Einheiten.

Bei all diesen neuen Technologien und Anschlussmöglichkeiten im heimischen Wohnzimmer stellt sich allerdings die Frage, wie die Kunden diese annehmen werden. So zählt zwar die dreidimensionale Bilddarstellung für viele Hersteller als wichtigstes Verkaufsargument, an passenden Medien mangelt es jedoch vorerst noch. Es wird sich daher zeigen müssen, ob sich die neuen Technologien auch tatsächlich beim Kunden durchsetzen werden und ob die neuen internetfähigen TV-Geräte in den nächsten Jahren tatsächlich eine adäquate Verwendung beim Kunden finden werden.

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