US-TV-Markt: Konsumenten mögen die Großen

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Einer von fünf Flachbildfernsehern, gekauft während des ersten Quartals, besaß eine Bildschirmgröße von 50 Zoll oder mehr. Diese Erkenntnis über das Kaufverhalten nordamerikanischer Konsumenten liefert das Marktforschungsunternehmen IHS iSuppli. Den Experten aus El Segundo zufolge repräsentiert die Tatsache einen neuen Absatzrekord im Bereich Großbild-TV.

Modelle wie der Beovision 4-85 verschieben die Obergrenze im 50-Plus-Segment. (Bild: B&O)

Die Entscheidung für ein Modell mit größerer Bilddiagonale sei den Konsumenten von den Herstellern, namentlich von bekannten Markenanbietern, leicht gemacht worden: Weil die Unternehmen an Modellen mit größeren Bildschirmen (und Mehrausstattung) überhaupt erst etwas verdienen, haben sie zugunsten lukrativerer Handelsspannen und höheren Gewinnmöglichkeiten die Preise für ihre Großbild-Boliden gesenkt. Außerdem wurde die Maßnahme von gehörigem Werbe-Tamtam begleitet, um Aufmerksamkeit potenzieller Kunden auf TVs im Großformat zu lenken und die Akzeptanz dieser Geräte zu steigern.

Laut iSuppli waren 62 Prozent aller verkauften TVs im beobachteten Zeitraum mit Displays von 40 Zoll oder mehr ausgestattet. Dabei seien Modelle mit Bilddiagonalen zwischen 40 und 49 Zoll am beliebtesten gewesen; diese Kategorie habe 39,5 Prozent Anteil am Gesamtabsatz gehabt. 25,5 Prozent entfielen auf Fernseher zwischen 30 und 39 Zoll. Weit abgeschlagen waren Geräte mit Displays von 21 bis 29 Zoll mit 8,5 Prozent Absatzanteil; TVs bis 20 Zoll kamen lediglich auf 3,8 Prozent.

Den größten Zuwachs seit Quartal vier 2010 habe jedoch das 50-Plus-Segment verzeichnen können: Der Quartals-Endstand von 22,7 Prozent steht für ein knappes Viertel aller TV-Käufe in Nordamerika. Die Kalifornier erklären das Wachstum mit einem achtprozentigen Preisverfall: Kostete ein 50-Zöller im vierten Quartal 2010 durchschnittlich 1.782 US-Dollar, mussten Käufer im ersten Quartal dieses Jahres nur noch 1.582 Greenbacks dafür hinblättern.

Die anfängliche Besorgnis, die LCD-TV-Lieferkette könnte aufgrund von Erdbeben und Tsunami in Japan Mitte März unterbrochen werden, habe sich als weitgehend unbegründet erwiesen: „Die relativ schwache Gesamtnachfrage hat dazu geführt, dass die Nachwirkungen des Bebens nur minimale Auswirkungen auf den TV-Märkten hatten“, so die Marktforscher.

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