Taiwan: TV-Hersteller wollen höhere 3D-Quote

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Taiwans TV-Hersteller teilen das gleiche Schicksal wie ihre Branchenkollegen weltweit: Trotz des allerorts geschürten 3D-Hypes und einer von iSuppli für 2011 ausgegebenen Wachstumsprognose von 463 Prozent sind sie unzufrieden mit ihrem Anteil am globalen 3D-Markt.

Sony und andere Anbieter aus Übersee müssen den von einheimischen Firmen angezettelten Preiswettbewerb in Taiwan mitkämpfen. (Bild: Sony)

Unternehmen wie Chimei Innolux (CMI) und BenQ wollen dies ändern und haben fürs zweite Halbjahr den Marktstart neuer 3D-Serien angekündigt. Gestützt wird dieses Vorgehen von der Digitimes: Nach Ansicht des Branchenportals haben die Konsumenten 3D-Technologie schneller angenommen als Modelle mit Internetzugang zuvor. Der weltweite 3D-Anteil soll in diesem Jahr zehn Prozent erreichen, eine Quote, die erstmals während des Shopping-Runs zum Tag der Arbeit in China realisiert wurde.

Branchenbeobachter stellten wiederholt fest, dass der Absatz von 3D-fähigen TVs im vergangenen Jahr weiter unterhalb der Erwartungen gelegen hatte; die Marktdurchdringung habe letztlich gerade einmal bei zwei Prozent gelegen. Unternehmen, die es trotz der schleppenden Nachfrage im 3D-Segment technologisch oder bei den Absatzzahlen auf führende Positionen geschafft haben, sind daher zumeist international agierende Player mit genügend Durchhaltevermögen wie Samsung , LG und Sony .

Sie haben das Tiefenoptik-Feature in unterschiedlichen Serien ihres 2011 Portfolios etabliert, und zwar sowohl in LCD-Modellen als auch in Plasmageräten. Weiterhin bedienen sie sowohl den Active-Shutter-Ansatz als auch die Passivmethode anhand von Polarisationstechnologie, sorgen also in verschiedener Hinsicht für eine breite Aufstellung.

CMI will aktive Shutter-Technik in seinen Großformat-TVs mit LED-BLU einführen, BenQ hingegen plant, passive 3D-Paneltechnologie einzusetzen. Wie die Digitimes berichtet, lag die Marktpenetration von Modellen mit LED-Backlight in Taiwan im März bei 25 Prozent, der vorläufige Prozentsatz für April beträgt 30 Punkte.

Von der Digitimes zitierte Quellen aus der Branche stellten fest, dass der Preiswettbewerb zwischen einheimischen Unternehmen und Firmen aus dem Ausland krasse Formen angenommen hat. So habe LG kürzlich einen LED-Fernseher mit 42 Zoll auf weniger als 30.000 NT-Dollar (circa 738 Euro) gesenkt, wodurch Sony sich veranlasst gesehen habe nachzuziehen.

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