US-TV-Markt: mäßiger 3D-Absatz im Quartal zwei

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In den USA geschah der Aufbruch ins viel gelobte 3D-Zeitalter während der ersten beiden Quartale 2010 nicht im erwarteten Tempo, stellte der Marktforscher Quixel Research fest. Weil die Verkaufserfolge sich langsamer einstellten als erwartet, stehen im vierten Quartal sehr wahrscheinlich Preissenkungen bei der neuen Technologie an. Laut dem Marktforschungsinstitut aus Portland, Oregon, haben die Hersteller zwischen April und Juni nur 327.552 3D-TV-Modelle an US-Händler ausgeliefert. Die Daten sollen direkt von Marketingchefs etlicher Hersteller stammen.

Auch bei Vizio steht die US-Markteinführung seiner neuen 3D-Modelle ab 42 Zoll noch bevor (Bild: Vizio)

„Diese Zahl ist wenig überraschend“, sagte Quixel-Direktorin Tamaryn Pratt. „Zu keinem Zeitpunkt während des ersten Halbjahrs haben wir mit einer Absatzschwemme gerechnet, weil die meisten 3D-TVs erst für die zweite Jahreshälfte angekündigt worden sind. Den größten Absatz werden wir erst später im Jahr erleben.“ Für 2010 hatte Pratts Firma ursprünglich eine Absatzprognose von 2,6 Millionen 3D-fähigen TV-Geräten abgegeben, korrigierte die Schätzung jedoch auf 2,1 Millionen. „Die von vielen Hersteller geschätzten drei bis vier Millionen Einheiten werden wird keinesfalls erreichen“, sagte sie.

Sollten die Hersteller die Preise für verschiedene Modelle auf weniger als 2.000 US-Dollar drücken, hätten sie die Möglichkeit, in der Feiertagsperiode weitaus mehr zu verkaufen als üblich. Impulse sollen Pratt zufolge von 3D-Neuvorstellungen durch Sony und LG kommen. Ein positiver Indikator sei zudem, dass ein 720p-Modell von Samsung einen Straßenpreis von 989 US-Dollar hätte.

„Käufer ziehen ein 3D-taugliches 720p-Gerät einem herkömmlichen 1.080p-Modell vor, wenn es nur wenige Hundert Dollar teurer ist.“ Von 49 3D-TV-Modellen fünf verschiedener Marken, die mit Stand September auf dem Markt sind, kosten nur zehn weniger als 2.000 US-Dollar. Fänden die Preissenkungen nicht statt, werde die Mehrzahl potenzieller Käufer ihre Anschaffung verschieben, warnte Pratt die Hersteller: „Bei der jetzigen Wirtschaftslage hat die Mehrheit keine 3.000 Dollar dafür verfügbar.“ Allerdings schlussfolgert Quixel aus den Preissenkungen im August, dass das laufende Quartal deutlich größere Absatzaktivitäten mit sich bringen wird.

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