USA: AT&T reicht Kartellklage gegen Panel-Hersteller ein

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Nach einer Meldung des Nachrichtenportals DigiTimes hat der nordamerikanische Telekommunikationskonzern AT&T eine Kartellklage gegen eine Vielzahl von Panel-Herstellern eingereicht. Die am amerikanischen Bezirksgericht von San Francisco eingereichte Klage richtet sich gegen koreanische und taiwanische Firmen wie Samsung, LG Display, AU Optronics (AUO), Chunghwa Picture Tubes (CPT) und weitere Hersteller.

AT&T beschuldigt die benannten Firmen illegale Preisabsprachen auf dem amerikanischen Markt getätigt zu haben. Die betroffenen Firmen verweigerten jegliche Stellungnahme zu den Vorgängen, betonten jedoch, dass sie bisher noch keinerlei offizielle schriftliche Benachrichtigung von Seiten der Behörden erhalten hätten.

Viele Panel-Produzenten befürchten nun, dass die Kartellklage von AT&T weitere Klagen anderer Firmen nach sich ziehen könnte. Einige Gerätehersteller wiesen jedoch darauf hin, dass es aufgrund der Vielzahl an eingesetzten Technologien (wie TFT oder AMOLED) auf dem Markt für kleinformatige Panel enorm schwer sei Kartellabsprachen durchzuführen. Im Gegensatz zum Markt für großformatige Panels wird dieser nämlich nicht von einer kleinen Zahl an Herstellern dominiert und ist somit verstärkten Preiskämpfen der Hersteller ausgesetzt.

Bereits im letzten Jahr wurden asiatische Panel-Hersteller in den Vereinigten Staaten der illegalen Preisabsprache beschuldigt . Damals bekannten sich die angeklagten Unternehmen LG Display, Sharp und Chungwa Pictures Tubes für schuldig und mussten eine Geldstrafe in Höhe von 585 Millionen US-Dollar entrichten.

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