USA: TV-Kaufwunsch in Q2/11 auf Tiefstniveau

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US-Konsumenten haben andere Sorgen als einen neuen Fernseher, berichtet Channelpartner. Lediglich 13 Prozent der Teilnehmer einer von IHS iSuppli durchgeführten repräsentativen Umfrage wagen innerhalb der nächsten drei bis zwölf Monate eine Neuanschaffung. In Quartal eins waren es noch 32 Prozent.

Bei US-Käufern beliebt: LCD-TVs von günstigen Markenanbietern wie Funai. (Foto: Funai)

Die Zahl derjenigen, die sich im kommenden Jahr keinen neuen Apparat zulegen wollen, ist von 66 auf 83 Prozent gesprungen. Erstaunlich, denn mit Thanksgiving und Weihnachten steht die Hochsaison des Jahres bevor. Riddhi Patel, Director for Television Systems and Retail Services bei IHS, stellt fest, dass die Menschen in den USA angesichts der düsteren Wirtschaftslage immer vorsichtiger werden beim Konsum.

Abwarten und Tee trinken sei die neue Haltung, so der Experte. Die einen warten wirtschaftliche Erholung, die anderen auf fallende TV-Preise oder ein unwiderstehliches Schnäppchen. Diejenigen Verbraucher, die sich im zweiten Quartal einen neuen Flat-TV gegönnt haben, gaben bessere Bildqualität, Preis und Bildschirmgröße als wichtigste Kriterien an – der Markenname ist nicht mehr entscheidend. Ebenfalls weniger wichtig: neue Features wie LED-BLUs und Internetanbindung.

86 Prozent aller im zweiten Quartal verkauften TVs waren LCDs, die übrigen im Wesentlichen Plasmas, die dank gutem Preis-Leistungs-Verhältnis im 50-Zoll-plus-Segment zulegen konnten. Überrascht waren die iSuppli-Analytiker von der Zahl derer, die sich für 30-Zoll-Geräte entschieden haben – 38 Prozent, für die XXL-Einstellung der Amis ein wirklich hoher Prozentsatz.

Billigheimer und No-Names wie Funai rollen die Segmente LED, Smart-TV und 3D auf und zwingen die Top-Hersteller zu schmerzhaften Preiszugeständnissen. Nicht weiter verwunderlich, dass die Top fünf Samsung, LG, Sony, Sharp und Toshiba kaum noch Gewinne mit LCD-TVs machen.

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