Vizio Top-Seller in den USA

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Der amerikanische Fernsehhersteller Vizio hat 2009 die meisten LCD-Fernseher auf dem heimischen Markt verkauft. Das Kopf-an-Kopf-Rennen mit Mitbewerber Samsung konnte Vizio in der LCD-Sparte klar für sich entscheiden, berichtet der Marktforscher iSuppli.

55-Zoll-Bolide mit LED-Beleuchtung und Internetzugang: der Vizio VF552XVT (Foto: Vizio)

Von 3,1 Millionen abgesetzten Geräten im Jahr 2008 steigerte das Unternehmen seine Verkaufszahlen im letzten Jahr um 92,1 Prozent auf 5,9 Millionen Stück. Seinen Marktanteil von 12,6 Prozent (2008) baute der Konzern 2009 auf 18,7 Prozent aus. Bis auf das dritte Quartal des Jahres, als Samsung dank seiner populären LED-beleuchteten Geräte die Führung übernahm, führte Vizio den TV-Markt Amerikas in Sachen Verkaufszahlen an. Vor allem ein gutes Weihnachtsgeschäft half Vizio auf der Zielgeraden: Allein im vierten Quartal konnten 1,8 Millionen Fernseher abgesetzt werden.

„Vizios Verkaufsformel, in Asien produzierte Geräte unter dem Preis der Rivalen mit den bekannten Markennamen zu verkaufen, scheint gut in diese Zeit zu passen“, urteilt das Orange County Business Journal in seiner Webausgabe. Entwürfe und Produktentwicklung geschähen in den USA, aber beinahe alle anderen Stationen der Lieferkette würden ausgelagert. Nur so schaffe es das Unternehmen, Fernseher für etwa 500 Dollar weniger anzubieten als Samsung, Philips, die LG Gruppe und andere. Erneut war in diesem Zusammenhang die Rede von einem möglichen Börsengang innerhalb der nächsten fünf Jahre.

„Die Marke Vizio kann nach wie vor auf ihren hohen Bekanntheitsgrad bei amerikanischen Kunden bauen“, sagt Riddhi Patel, Chef für Fernsehsysteme und Einzelhandel bei der iSuppli Corporation. Die Firma besitze bereits die Preisführerschaft im LCD-Bereich; 2009 habe sie diese Stärke ausgespielt und ihren Kunden attraktive Werbeaktionen angetragen. „Zusätzlich hat Vizio seine LCD-TV-Produkte in Bezug auf die Premiummarken konkurrenzfähig gemacht, indem sie mit Features für gehobene Ansprüche, wie LED-Hintergrundbeleuchtung und Internetzugänge, ausgestattet wurden“, weiß der Experte.

Insgesamt verzeichnete dieser im vergangenen Jahr ein Wachstumsplus von 29 Prozent.

Auf den gesamten Fernsehmarkt bezogen, bleibt Samsung an der Spitze. 6,6 Millionen Plasma- und LCD-Bildschirme konnten die Südkoreaner absetzen – ein rund 23-prozentiger Zuwachs von 5,4 Millionen Fernsehern im Jahr 2008.

Nahezu gleich geblieben ist Samsungs Marktanteil: 2009 schloss das Unternehmen mit einem 18,4 Prozent großen Anteil ab, während die Marktteilhabe 2008 18,5 Prozent betrug. „Samsung behielt die Markführerschaft wegen des anhaltenden Erfolges seiner Geräte mit LED-BLU und dem intensiven Preiswettbewerb, sowohl im Mittelklasse- als auch im Premiumsegment“, sagt Patel.

Die zweitbeste Performance unter den sechs größten Fernsehmarken legte Toshiba vor: 81,7 Prozent Zuwachs bei den Verkaufszahlen lautet die Erfolgsbilanz für 2009. Seinen Marktanteil baute der japanische Konzern von ehemals 4,2 auf 7,6 Prozent aus. Riddhi Patel kommentiert das Ergebnis so: „Toshiba hat nicht nur die Lieferzahlen hochgefahren, sondern eine aggressive Preispolitik betrieben. Damit war das Preisniveau der Toshiba-Geräte beinahe auf einem Level mit Mittelklassegeräten.“ Insgesamt kam Toshiba damit auf den vierten Platz, gefolgt von LG Electronics und Sharp.

Sony, während des gesamten Jahres auf dem dritten Verkaufsrang, schloss das vierte Quartal am besten ab und konnte seinen Marktanteil von 7,7 Prozent in Quartal drei auf 13,2 Prozent ausbauen. „Diese Leistung hat Sony mit aggressiver Preispolitik und Werbeaktionen in der Weihnachtszeit erbracht“, so Patel. Besonders die „Bundle-Deals“ – Zugaben von PS3-Konsolen oder Blu-Ray-Playern zum neuen Fernseher – seien bei den Endverbrauchern gut angekommen.

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