Way-C: Afrikas erstes Tablet nun erhältlich

0
12

Seit drei Tagen ist „Way-C“, der laut Hersteller VMK erste Tablet-PC aus Afrika, erhältlich. Das mit dem Google-Betriebssystem Android laufende Gerät bringt durchschnittliche Hardwareausstattung mit, seine Erfinder rufen nun zu einem App-Wettbewerb auf. Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen auch an einem Smartphone, das in wenigen Monaten verfügbar sein soll.

Für die Bemühungen um die afrikanische Telekommunikation wurde VMK mit dem Africa Telecom People Award 2011 ausgezeichnet. Glaubt man den eigenen Angaben, so ist das Way-C – ein Wort, dass sich in einem nordkongolesischen Dialekt als „Sternenlicht“ übersetzen lässt – das erste Gerät dieser Art, das vollständig auf dem afrikanischen Kontinent entwickelt wurde.

Way-C: Erstes afrikanisches Tablet setzt auf Android 2.3 (Foto: VMK)

Jedoch hat auch Asien seinen Anteil an der Verwirklichung des Touchscreen-Computers. Gefertigt wurde das Gerät in China. Dies hat laut Erfinder Verone Mankou zwei Gründe. „Einerseits geht es um den Preis, andererseits gibt es im Kongo keine geeigneten Fabriken“, erklärt er gegenüber news.com.au. „In technischer Hinsicht entspricht das Tablet dem Standard des Marktes.“

Das 380 Gramm wiegende Gerät läuft auf Basis von Android 2.3 „Gingerbread“. Der 1,2-GHz-Prozessor des Typs TCC-8803 greift auf 512 Megabyte an Arbeitsspeicher zu. Der kapazitive Touchscreen löst mit 800×480 Pixel auf, der interne Speicher von vier Gigabyte kann per microSD-Karte erweitert werden. Der Akku verfügt über eine Kapazität von 4.200 mAh, was eine Betriebszeit von vier Stunden bei eingeschaltetem WiFi-Modul gewährleisten soll. Über mobiles Breitband verfügt die erste Version des „Sternenlichts“ noch nicht, die Kooperation mit dem indischen Mobilfunkbetreiber Bharti, der in Afrika unter „Airtel Africa“ operiert, könnte dies aber ändern.

Um die Popularität des Tablets zu steigern, hat VMK Entwickler zu einer Android-Challenge aufgerufen. Findige Programmierer können Apps in den Kategorien „Tools“, „Multimedia“ und „Kommunikation“ einreichen, wobei die besten drei Inventionen mit insgesamt einer Mio. zentralafrikanischer Franc (rund 1.525 Euro) prämiert werden.

Während das Way-C seit Montag in den Airtel-Läden der Haupstadt der Republik Kongo, Brazzaville, und der Ölhafenstadt Pointe-Noire steht, arbeiten die Erfinder bereits an einem weiteren Gerät. Vom derzeit unter dem Namen „T0“ laufenden Projekt wurden kürzlich erste Bilder veröffentlicht. Der Verkaufsstart ist für Juni geplant. (pte.de)

TEILEN
Vorheriger ArtikeliON: Skibrille schießt Fotos und HD-Videos
Nächster ArtikelZattoo macht in Deutschland den Sprung auf das TV-Gerät
... ist Geschäftsführer der PRAD ProAdviser GmbH & Co. KG und darüber hinaus Chefredakteur von PRAD. Er stellte im März 2002 die Internetseite Prad.de mit dem Schwerpunkt Display Technologie online. Privat gilt er als absoluter Serienjunkie und Netflix Fan.

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen