Zu klein, zu teuer – Toshibas brillenlose 3D-TVS legen miserablen Marktstart hin

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Laut einem Bloomberg-Bericht haben sich Toshiba brillenlose 3D-TVs seit ihrem Marktstart im letzten Quartal 2010 äußerst schlecht verkauft. Der Absatz im ersten Monat liegt sogar noch 50 Prozent unter dem eigentlichen Absatzziel von 1.000 Stück monatlich. Nicht gänzlich allein, aber doch in einer Vorreiterrolle, hatte das Unternehmen Anfang Oktober zwei Fernseher vorgestellt, die räumliche Bilder ohne 3D-Brille ermöglichen. Laut aktuellen Zahlen sind die TVs, die seit Ende Dezember auf dem Markt sind, jedoch ziemliche Ladenhüter.

Verkaufsziel verfehlt: Toshibas erste brillenfreie 3D-TVs fristen ein Dasein als Ladenhüter. (Fotos: Toshiba)

Nach eigenen Angaben setzte Toshiba von beiden Geräten jeweils nur circa 500 Einheiten ab. Schuld daran sind fraglos die Preise, die die Japaner aufrufen: Das kleinere Modell mit einer Bilddiagonalen von 12 Zoll kostet 120.000 Yen (1.100 Euro), der 20 Zoll große TV geht erst ab 240.000 Yen (2.150 Euro) über die Ladentheke. Neben den hohen Preisen der ungewöhnlich kleinen Displays hat der schwache Marktstart noch eine andere Ursache – die Adressierung des Marktes, denn zu Beginn sollten Endkunden offenbar außen vor bleiben.

Das verhaltene Debüt der Brillenlosen deutet laut Toshiba-Chef Masaaki Osumi darauf hin, dass die Endkunden eher von Modellen mit größeren Bildschirmen angezogen werden. Ergo hat Toshiba auf der diesjährigen CES in Las Vegas Prototypen mit 56 und 65 Zoll großen Displays vorgestellt. Fieberhaft würden Ingenieure an der Beseitigung von technischen Problemen arbeiten, damit Generation zwei der autostereoskopischen TVs noch im zweiten Halbjahr 2011 an den Mann gebracht werden kann.

Die Herausforderung dabei ist, dass der 3D-Effekt momentan nur auf kleinen Bildschirmen einwandfrei funktioniert – sieht man von Einschränkungen bei den Blickwinkeln ab. „3D auf großen Displays erfordert Qualitätseinbußen oder Shutterbrillen“, fasst Atul Goyal, Chefanalytiker beim Marktforscher CLSA, zusammen. Wissend, dass die Technologie noch Zeit braucht, hätten Samsung und andere Hersteller sich auf die Shutter-Technik konzentriert.

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