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TESTBERICHT: ViewSonic ViewPad 7e

Autor: Erich Roos
09.02.2012

Einleitung

ViewSonic bewirbt das ViewPad 7e mit dem Slogan "Mehr als nur ein E-Book-Reader". Das in schickem Weiß gestaltete 7 Zoll-Tablet soll die Funktionalität eines E-Book-Readers mit den Leistungen eines Tablet-PCs kombinieren. Beeindruckende Multimedia- und Spielerlebnisse werden ebenso versprochen wie audiovisuelle Unterhaltung in Heimkinoqualität an der eingebauten HDMI-Buchse. Das alles bringt ViewSonic mit einer attraktiven Preisempfehlung von 179 Euro auf den Markt.

Optik und Handhabung

Das Gehäuse des ViewSonic ViewPad 7e ist aus Kunststoff gefertigt. Die Vorderseite ist nicht nahtlos glatt wie bei den größeren Tablets, sondern in einem weißen Rahmen gefasst. Die Verarbeitung ist gut, unschöne Spalten oder hervorstehende Ecken und Kanten finden wir keine. Auch die Übergänge zwischen den weißen und schwarzen Schalenteilen sind einwandfrei gefertigt.

Alle Tasten sind sorgfältig abgerundet, sie arbeiten mit deutlich spürbarem Druckpunkt und leisem Knacken. Für den Ein-/Aus-Schalter gilt das nicht ganz, dies ist ein winziger Drucktaster auf der rechten Seite, der kaum hervorsteht. Erst nach einer gewissen Kennenlernzeit lässt er sich auch im Dunkeln sicher bedienen.

Das ViewPad 7e von vom und von hinten (Fotos: ViewSonic).

192 x 131 x 14,1 Millimeter misst das Gerät, wobei ihm vor allem die Dicke mit den schwarzen Seitenflächen einen leicht klobigen Gesamteindruck verleiht. Das Gewicht beträgt satte 450 Gramm – der Mitbewerb verschiebt die Linie bei besserer Ausstattung eher in Richtung 400 Gramm.

Das mattweiße Gehäuse hat neben dem schicken Look auch den Vorteil einer gewissen Unempfindlichkeit gegen Verschmutzungen. Wie immer ist das Panel in kürzester Zeit mit Fingerspuren übersät, doch das übrige Gehäuse bleibt davon verschont.

Kommunikation

Die Anschlüsse sind an den beiden Stirnseiten untergebracht. Oben finden wir microHDMI, USB und Stromversorgung, unten die Klinkenbuchse mit 3,5 mm für den Kopfhörer. Statt des verbreiteten microUSB-Ports hat das ViewPad 7e leider die Mini-Variante, viele Kunden müssten dafür einen Adapter oder ein weiteres Netzteil in die Tasche packen.

Der seitlich versenkte microSD Kartenslot kann den internen Speicher, der mit nur 4 GB knapp bemessen ist, um weitere 32 GB aufstocken. Leider steht die Karte aus dem etwas federnden Schacht stets etwas hervor - nie ist man sich sicher ob sie nun korrekt drinsteckt oder nicht.

Anschlussleisten an Ober- und Unterkante (Fotos: ViewSonic).

Ins Internet kommt man mit dem ViewPad 7e nur per WLAN, hier werden die Standards 802.11 b/g/n unterstützt. Das Bluetooth-Modul bietet die Version 2.1+EDR. UMTS und GPS sind nicht vorhanden und auch nicht als Option erhältlich.

Display

Das Display zählt ganz sicher zu den Schwachstellen des ViewPad 7e. Schon bei den ersten Handgriffen fällt die starke Abhängigkeit vom Blickwinkel auf. Bei jeder leichten Neigung dunkelt das Display unübersehbar ab. Seitlich betrachtet sind kaum 45 Grad drin, dann invertiert das Display.

Die Farben wirken natürlich, doch etwas mehr Helligkeit würde nicht schaden. Im Datenblatt finden wir keine Angaben zur Leuchtdichte, im Labor messen wir gerade mal schwache 201 cd/m² in der Bildschirmmitte. Nach unten hin reicht der Regelbereich bis hinab zu 25 cd/m², das ist selbst in stockdüsterer Umgebung kaum mehr sinnvoll zu nutzen.

Der Schwarzwert ist mit 0,07 bis 0,51 cd/m² gar nicht schlecht, doch mangels Leuchtkraft kann sich daraus nur ein zufriedenstellendes Kontrastverhältnis von 400:1 entwickeln.

Helligkeit und Kontrast sind nur zufriedenstellend.

Die Helligkeitsverteilung des 7e zeigt zudem, dass dem unteren Drittel des Displays zunehmend das Licht ausgeht, in den übrigen Bereichen ist die Ausleuchtung dagegen recht gleichmäßig. Der Mittelwert erreicht dadurch immer noch (knapp gute) 92 Prozent. Nicht zu vergessen: die durchschnittliche Helligkeit über die ganze Fläche gerechnet beträgt somit nur noch 184 cd/m².

Dem unteren Bildbereich geht das Licht aus.

Das Schwarzbild ist auch im Dunkeln einwandfrei und nur wenig wolkig, die Hintergrundbeleuchtung scheint nirgendwo auffällig durch. Leider ist auch hier die Blickwinkelabhängigkeit zu sehen.

Obwohl der Touchscreen nur resistiv arbeitet, lässt er sich schnell und zuverlässig bedienen, wenn man ein klein wenig mehr Druck anwendet als bei den kapazitiven Kollegen. Die Sensoren des ViewPad waren uns manchmal zu voreilig: eine flinke Seitwärtsbewegung reicht aus um das Bild auf die Seite zu legen, obwohl das Tablet noch aufrecht steht. Die automatische Drehfunktion lässt sich abstellen, ein Schalter zur Fixierung der derzeitigen Position ist nicht vorhanden.

Die Auflösung von 800 x 600 Pixeln im Seitenverhältnis von 4:3 entspricht noch einem verbreiteten Standard bei 7 Zoll Geräten und eReadern, sie bekommt aber zunehmend Konkurrenz durch höhere Auflösungen im 16:9-Format. Das Display spiegelt glücklicherweise nicht ganz so stark, dennoch können seitliche Lichtquellen und helle Gegenstände lästige Reflektionen erzeugen.

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