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TESTBERICHT: ViewSonic ViewPad 10e

Autor: Erich Roos
25.01.2012

Einleitung

Mit dem ViewPad 10e bringt ViewSonic ein ultraschlankes Tablet auf den Markt, das mit nur 9,1 Millimeter Dicke auskommt. Der 9,7 Zoll große Touchscreen zeigt 1.024 x 768 Pixel im Seitenverhältnis von 4:3. Angetrieben wird das 620 Gramm schwere Gerät von einem Cortex-A8-Prozessor, der über einen Rechenkern mit 1 GHz Takt und 512 MB Arbeitsspeicher verfügt. Der interne Speicherplatz ist mit 4 GB bestückt, mit einer Speicherkarte kann er um 32 GB erweitert werden. Für die Kommunikation sind Bluetooth und n-WLAN vorhanden. Im folgenden Test nehmen wir das ViewSonic ViewPad 10e genau unter die Lupe.

Optik und Handhabung

Der erste Qualitätseindruck ist gut. Das Gehäuse wirkt sehr stabil, die Spaltmaße sind nicht perfekt aber recht gering. Hervorstehende Ecken und Kanten finden wir nur an der nachlässig montierten Blende des microSD-Slots.

Mit 620 Gramm ist das ViewPad nur 19 Gramm schwerer als ein iPad 2 ohne 3G-Option, dennoch soll im Inneren ein großer Akku mit 5400 mAh verbaut sein. Die geringe Dicke entspricht eher einem Smartphone und unterstreicht den handlichen Eindruck, allerdings sind auch alle seitlichen Bedienelemente und Anschlüsse entsprechend schlank gestaltet. Ein schmaler Streifen der anthrazitfarbenen Rückwand ist für das Halten mit der linken Hand in griffigem Schwarz gummiert.

Das ViewPad von vorn und hinten. (Bilder: ViewSonic)

Leider zieht das Gehäuse Fingerabdrücke und Staubflusen wie magnetisch an, schon nach kurzer Zeit ist das Gehäuse mit unansehnlichen Gebrauchsspuren übersät. Das gilt nicht nur für die schwarz-glänzende Vorderseite, sondern auch für die mattierte Rückseite: sie erweist sich ebenso als hochempfindlich für Schmutz und Kratzer und ist zudem noch schwerer zu reinigen als die glatte Vorderseite.

Kommunikation

Die Anschlüsse an den schmalen Seitenflächen des ViewPad 10e sind durchweg klein geraten. Der microSD Kartenslot ist nicht abgedeckt, das Herausziehen der winzigen Karte ist eine fummelige Angelegenheit. Für den microUSB-Port liegt ein Kabel bei, für den miniHDMI-Anschluss (versteckt hinter einem Deckelchen mit Bildschirmsymbol) leider nicht.

Schmale Anschlussleiste an der Oberkante.

Zusätzlich gibt es noch den Kopfhöreranschluss (Stereoklinke 3,5 mm) und die Netzteilbuchse. Rechts im Foto ist der winzige Schieber des Ein-/Aus-Schalters zu sehen, der sich vorzugsweise mit dem Fingernagel bedienen lässt – unbeabsichtigtes Einschalten muss man hier nicht befürchten.

Die WLAN-Anbindung unterstützt die Standards 802.11 b/g/n, Bluetooth die Versionen 3.0 und 2.1. UMTS und GPS gibt es nicht, auch nicht als Option.

Display

Das Display mit der blickwinkelstabilen IPS-Technik ist sicherlich das Highlight des ViewPad 10e. Die Farben wirken satt und kontrastreich, bei seitlichem Einblick verblasst hier nichts. Die Leuchtdichte gibt ViewSonic mit 400 cd/m² an, unsere Messung liefert einen Regelbereich von 50 bis 390 cd/m². Der Schwarzwert ist mit 0,07 bis 0,54 cd/m² ebenfalls sehr gut, daraus errechnet sich ein beeindruckendes Kontrastverhältnis von 720:1.

Guter Regelbereich, hohes Kontrastverhältnis.

Auch die Helligkeitsverteilung kann begeistern: beim Weißbild ist das Display sehr gleichmäßig ausgeleuchtet, der Mittelwert beträgt hervorragende 98 Prozent. Beim Schwarzbild zeigen sich zwei daumennagelgroße Stellen am linken Rand, an denen die Hintergrundbeleuchtung durchscheint. Ansonsten wirkt auch das Schwarzbild sehr gleichmäßig.

Sehr gleichmäßige Helligkeitsverteilung beim Weißbild.

Bei der Bedienung reagiert der kapazitive Touchscreen schnell und zuverlässig. Nicht ganz so schnell erscheinen uns die Sensoren des ViewTab, meist dauert es etwas, bis der Bildschirminhalt der Drehung des Tablets folgt. Die automatische Drehfunktion kann abgestellt werden, ein Schalter zur Fixierung der derzeitigen Position ist nicht vorhanden.

Die Auflösung mit 1.024 x 768 Pixeln im Seitenverhältnis von 4:3 entspricht dem iPad 2, während die meisten Androiden eher mit höheren Auflösungen im 16:9-Format daherkommen. Lästig sind die starken Spiegelungen, die seitliche Lichtquellen und helle Gegenstände auf dem glänzenden Display erzeugen. Ausgeschaltet lässt sich das Gerät hervorragend als Kosmetikspiegel verwenden.

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