Grafik Grafik Grafik Grafik
image
Grafik Grafik Grafik Grafik

TESTBERICHT: Eizo CG243W Teil 7


Auch in Bezug auf die Ausleuchtung leistet der sich Eizo CG243W keinen Patzer. Sie bleibt, unabhängig von der Helligkeitseinstellung, fast vollständig homogen. Leichte Aufhellungen im oberen Bereich werden erst in synthetischen Situationen, d.h. Aufnahmen mit langer Belichtungszeit, sichtbar. In der Werkseinstellung liegt der Schwarzpunkt bei 0,16 cd/m². Ein sehr guter Wert, der allerdings auch der niedrigen Helligkeit von 111 cd/m² geschuldet ist.

Mit maximaler Reduzierung der Backlight-Helligkeit erreicht der Eizo CG243W einen Schwarzpunkt von rund 0,10 cd/m². Die Helligkeit liegt in diesem Fall bei rund 70 cd/m². Auch das ist ordentlich. Zwar kann der Eizo CG222W in der Helligkeit noch deutlich weiter reduziert werden, was aber keiner praxistauglichen Einstellung mehr entsprechen dürfte. Bei identischer Helligkeit ist der Schwarzpunkt des CG243W im Vergleich zum kleineren Modell mit S-PVA Panel immer niedriger, d.h. auch der Kontrast fällt höher aus.

Bei der für die meisten Umgebungen ausreichenden Helligkeit von 140 cd/m² messen wir einen Schwarzpunkt von 0,20 cd/m². Viele Displays im Consumer-Segment erreichen heute eindrucksvollere Ergebnisse, was aber nicht gegen den Eizo CG243W spricht, der gar kein "Kontrastweltmeister" sein will.

Ausleuchtung des Monitors bei: 2 Sekunden Belichtungszeit (links) und 6 Sekunden Belichtungszeit (rechts).

Anders als bei NECs "ColorComp", kann beim Eizo CG243W die Kompensationsschaltung "DUE" nicht abgeschaltet oder in ihrer Intensität reguliert werden. Auch das "frisst" letztlich etwas Kontrast, weil ein Ausgleich von Helligkeitsunterschieden natürlich nur über eine Absenkung des Weißpegels in den entsprechenden Bildschirmabschnitten möglich ist. Dennoch überwiegen die Vorteile, wie die nachfolgend ermittelten Helligkeits- und Farbtemperaturunterschiede deutlich zeigen.

Helligkeitsverteilung

Offensichtlich wurde der Eizo CG243W in der Produktion sehr exakt eingemessen. So liegt die festgestellte Helligkeitsabweichung zum oberen und unteren Bildschirmrand bei jeweils nur maximal 3 Prozent.

Im Durchschnitt ermitteln wir einen Wert von rund 1,6 Prozent. Im zentralen Blickfeld liegt das Maximum ebenfalls bei 3 Prozent, während der Durchschnittswert leicht auf 1,5 Prozent absinkt. Nach einer Kalibrierung mit einem Zielgamma von 2,2 wird dieser Wert über die gesamte Panelfläche gehalten. Allerdings sind diese Werte nur bedingt aussagekräftig, da sie sich auf einen Durchschnittswert beziehen und damit die tatsächliche Gradation nicht exakt abbilden. Die gewünschte Farbtemperatur wird ebenfalls sehr stabil über die gesamte Panelfläche erreicht.

An 15 Messpunkten wurden die Helligkeitswerte (linkes Bild) und die Farbtemperatur (rechtes Bild) ermittelt.

Eizo verspricht für den CG243W einen maximalen Kontrast von 850:1. Diesen Wert konnten wir im Verlauf des Tests, wie bereits beim CG222W, nicht verifizieren. Allerdings ist die Abweichung nun geringer. In der Werkeinstellung (30 Prozent Helligkeit) messen wir einen Kontrast von knapp 700:1. Nach der Kalibrierung auf eine Helligkeit von 140 cd/m² liegt der Bildschirm weiter auf diesem Niveau. Das gilt für den gesamten, mit Bordmitteln erreichbaren, Leuchtdichtebereich. Der Regelungsbereich des Backlight ist entsprechend groß, Absenkungen des Weißpegels finden nicht statt.

Die Differenzierung heller und dunkler Graustufen wurde mittels entsprechender Testbilder überprüft.

Der Kontrastregler liegt in der Werkseinstellung bei 100 Prozent. Die drei separaten Blacklevel-Regler haben ihre Neutralposition bei 0 Prozent. Diese Vorgaben entsprechen der idealen Einstellung für die Zuspielung in PC-Leveln (d.h. einem RGB-Wertebereich von 0-255 oder, optional über DisplayPort, 0-1023).

Tonwerte sind ab der dritten Stufe sichtbar. Gleiches gilt umgekehrt für das andere (helle) Ende des Spektrums.

Bei 100 Prozent Helligkeit messen wir eine Leuchtdichte von gut 243 cd/m². Die Werksangabe wird damit, wie bereits beim CG222W, um exakt 10 Prozent unterschritten. Wenngleich einige Bildschirme heute mit gut der doppelten Leuchtdichte beworben werden, sollten die Werte des Eizo CG243W keinen Anlass zur Sorge geben. Für sinnvolles Arbeiten reichen die ermittelten Werte mehr als aus und es ist auch genügend Reserve in Bezug auf Alterungsvorgänge vorhanden. Im Gegensatz zu den "Höhensonnen" in Bildschirmgestalt, kann man mit dem Eizo CG243W auch angenehm niedrige Leuchtdichten bei unverändertem Kontrastverhältnis erreichen.

 << < 7 8 9 10 11 12 13 14 > >>

Keine Kommentare vorhanden


Anzeigen
© 2002 - 2017 PRAD ProAdviser GmbH & Co. KG | Alle Rechte vorbehalten! | Impressum | Datenschutzerklärung
Ausgewiesene Warenzeichen und Markennamen gehören ihren jeweiligen Eigentümern.
PRAD übernimmt keine Haftung für den Inhalt verlinkter externer Internetseiten!
Hinweis: Unsere Internetseite wird mit aktiviertem Adblocker teilweise nicht korrekt angezeigt!