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TESTBERICHT: Eizo Foris FG2421-BK Teil 6


Textwiedergabe, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

Schriften können bei nativer Auflösung als hervorragend lesbar bezeichnet werden. Bei 1.280 x 720 wirkt das Bild hingegen verwaschen und auch die Schriften können erst ab einer Schriftgröße von 11 gelesen werden.

Reaktionsverhalten

Den FG2421 haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am DisplayPort untersucht. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 5 Millisekunden für Schwarz-Weiß genannt. Eine Beschleunigungsoption (Overdrive) gibt es im OSD nicht.

In der Werkseinstellung messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 6,9 Millisekunden und den schnellsten Grauwechsel mit 5,0 Millisekunden. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 8,9 Millisekunden.

60 Hz: Schnelle Schaltzeiten, moderate Überschwinger.

Das linke Chart zeigt, dass die Schaltzeiten des FG2421 bei 60 Hz nicht rekordverdächtig sind, aber schön kurz sind sie allemal. Auch der Durchschnittswert ist nicht viel länger, die dunklen Bildwechsel sind also ähnlich schnell erledigt wie die hellen. Im rechten Chart offenbart der Helligkeitsverlauf beim Grauwechsel zwischen 50 und 80 Prozent moderate Überschwinger, die hinsichtlich der Bildqualität völlig unproblematisch sind.

120 Hz: Ebenso schnelle Schaltzeiten mit neutralem Helligkeitsverlauf.

Auch bei 120 Hz zeigt das Panel keinerlei Müdigkeit. Die Schaltzeiten sind genauso lang wie bei 60 Hz, die Überschwinger sogar noch etwas kleiner. Diese Abstimmung muss man als sehr gelungen ansehen - die Entwickler haben hier erfolgreich der Versuchung widerstanden, die Bildqualität für ein paar Zehntel Millisekunden bei den Schaltzeiten zu opfern. Dennoch kam dabei ein erstaunlich hohes Geschwindigkeitsniveau heraus, das man einem VA-Panel zunächst nicht zutrauen würde.

Nicht nachvollziehen können wir Eizo's Hinweis zur Reaktionszeit "Wenn die Turbo 240-Einstellung Ein ist: unter 1 ms". Turbo 240 (siehe unten) ist eine neue Technik, die ausschließlich eine besondere Arbeitsweise des Backlight betrifft – wie daraus eine verkürzte Schaltzeit beim Panel entstehen soll, bleibt für uns zumindest offen.

Messergebnisse im 240 Hz-Modus müssen wir leider schuldig bleiben, denn unsere Messsonde kann durch das Dunkelschalten des Bildes keine auswertbaren Ergebnisse liefern. Und um es klarzustellen auch im "240Hz Modus", arbeitet der Monitor nur mit 120Hz. Ob in diesem speziellen Modus noch ein Overdrive zum Einsatz kommt, können wir deshalb leider nicht anhand gemessener Werte belegen.

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim FG2421 messen wir mit 16,8 Millisekunden bei 60 Hz eine längere Signalverzögerung als bei vielen anderen Monitoren. Die halbe mittlere Bildwechselzeit ist mit 4,4 Millisekunden kurz, dennoch sind 21,2 Millisekunden Gesamtwert für die mittlere Gesamtlatenz ganz sicher kein herausragendes Ergebnis.

Bei 120 Hz ändern sich die Werte entsprechend: die Signalverzögerung bleibt bei ungefähr einem Bildframe (jetzt 8,5 Millisekunden), die halbe mittlere Bildwechselzeit ist mit 4,4 Millisekunden genauso lang wie bei 60 Hz. Das Gesamtergebnis von 12,8 Millisekunden ist deutlich kürzer, entsprechend sensiblen Gamern wird der FG2421 bei 120 Hz reaktionsschneller erscheinen.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des FG2421 arbeitet mit LED. Für die Helligkeitsregelung wird überwiegend ein kontinuierliches Verfahren eingesetzt.

Bei voll aufgedrehtem Helligkeitsregler leuchtet das Backlight kontinuierlich. Das bleibt auch so bis hinab zur Reglerstellung 16, erst darunter setzt zusätzlich eine PWM-Regelung ein. Im Chart zeigen wir drei markante Einstellungen: volle Helligkeit (100%, rote Kurve), 140 cd /m² am Arbeitsplatz (gelb) und eine sehr kleine Reglerstellung (10%, violett).

Die ersten beiden Helligkeitsverläufe sind glatt und skalieren mit der Helligkeit. Bei 10 Prozent überlagert sich die PWM-typische Rechteckschwingung, die wegen der hohen Schaltfrequenz von 18.000 Hz im Chart als violettes Band erscheint. Selbst extrem empfindliche Menschen sollten von derart hochfrequentem Backlight-Flimmern nicht beeinträchtigt werden.

Turbo 240 off: LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung, zusätzlich hochfrequente PWM-Technik bei niedrigen Helligkeiten.

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