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TESTBERICHT: Eizo EV2750-WT Teil 5


Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus, als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder, als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Helligkeits- und Kontrastverlauf des EIZO EV2750.

Mit nativem Weißpunkt erreichen wir im Maximum rund 314 cd/m². Das liegt immerhin 10 % unter der Herstellerangabe von 350 cd/m². Dafür lässt sich die Helligkeit extrem weit auf ein Minimum von 1 cd/m² herunterregeln. Hilfreich ist das natürlich nicht, da so auf dem Bildschirm praktisch nichts mehr zu erkennen ist.

Insgesamt ist die Helligkeitsabstufung des EV2750 etwas eigenartig ausgelegt. Die Maximalhelligkeit ist zwar mehr als ausreichend, sinnvolle Arbeitshelligkeiten werden aber erst ab Einstellungen von mindestens 70 % erreicht. Die verbleibenden 30 Prozentpunkte sind trotzdem ausreichend für eine Feinregelung der Helligkeit, die außerdem einen sehr präzisen und stabilen Eindruck macht.

Nach Kalibrierung sinkt die Maximalhelligkeit auf immer noch mehr als ausreichende 312 cd/m². Die Minimalhelligkeit von 1 cd/m² bleibt unverändert. Die hier etwas ungewöhnlich anmutende Kontrastkurve entsteht dadurch, dass die Schwarzwerte unterhalb von 50 % Helligkeitseinstellung so gering ausfallen, dass unser Messgerät die Werte nicht mehr zuverlässig messen kann. Da eine arbeitstaugliche Helligkeit ohnehin erst oberhalb dieser Grenze anfängt, haben wir auch die hier entstehenden Kontrastwerte für die Wertung herangezogen.

Das Kontrastverhältnis des IPS-Panels gibt der Hersteller mit 1000:1 an. Gemäß unseren Messungen liegt es nach der Kalibrierung im Durchschnitt bei guten 830:1.

Bildhomogenität

Helligkeitsverteilung und Farbhomogenität beim weißen Testbild.

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in Prozent und das ebenfalls gemittelte Delta C (also die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert. Die Wahrnehmungsschwelle für Helligkeitsunterschiede liegt bei etwa 10 %.

Die Helligkeitsverteilung ist mit einem Durchschnittswert von 3,62 % gut, der Maximalwert mit 10,5 % ebenfalls. Auch subjektiv ist die Ausleuchtung hervorragend gelungen. Die Farbhomogenität dagegen schneidet nur zufriedenstellend ab. Die Maximalabweichung beträgt in der unteren rechten Ecke 3,95 Delta C. Beim Weißbild sind Ungleichmäßigkeiten auch mit freiem Auge zu erkennen. Dazu kommt am oberen Bildrand ein zwar sehr schmaler, dafür aber deutlich sichtbar hellerer Streifen, der oberhalb unserer Messpunkte liegt.

Da der EV2750 vor allem für den Office-Bereich beworben wird, sind die Ergebnisse noch als gut bei der Helligkeitsverteilung und zufriedenstellend bei der Farbreinheit zu beurteilen.

Coating

Die Oberflächenbeschichtung des Panels (Coating) hat auf die visuelle Beurteilung von Bildschärfe, Kontrast und Fremdlichtempfindlichkeit einen großen Einfluss. Wir untersuchen das Coating mit dem Mikroskop und zeigen die Oberfläche des Panels (vorderste Folie) in extremer Vergrößerung.

Links: das Coating des EIZO EV2750. Rechts: das Referenzbild.

Mikroskopischer Blick auf die Subpixel, mit Fokus auf die Bildschirmoberfläche: Der EIZO EV2750 besitzt eine stumpf-matte Oberfläche mit mikroskopisch sichtbaren Vertiefungen zur Diffusion.

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9 Kommentare vorhanden


Vielen Dank für den ausführlichen Test. Diesen Monitor wünsche ich mir mit ansonsten gleichen technischen Daten in 34".
Ich habe da mal eine Frage zu diesem Monitor, was das Spielen an diesem angeht.
Mein alter Monitor ist ein NEC 24WMGX³, der damals (2009) hier als gut bewertet wurde, was das Spielen angeht.
Nun haben sich ja bei neueren Tests ja die Prüfverfahren leicht geändert.
Kann man jetzt verglichen mit dem alten NEC 24WMGX³ davon ausgehen, dass der EIZO EV2750 wenigstens auch an die Spielequalität/tauglichkeit ran kommt?

Vom Reaktionsverhalten her müsste der EIZO eigentlich sogar besser sein. In der Bewertung am Schluss des Tests ist der EIZO aber deutlich schlechter. Woran liegt das? Wird jetzt mit anderen Voraussetzungen als damals bewertet?
Also, wie oben schon geschrieben, sollte meiner Meinung nach der EIZO doch besser abschneiden oder nicht?

Edit:
Noch eine Frage zu dem EIZO. Im Fazit steht das Zitat:
"Das macht den EV2750 eben nicht nur für repräsentative Umgebungen mit Kundenkontakt interessant, sondern durchaus auch für Fotografen und Bildbearbeiter."

Wie passt das wieder mit der Bewertung in der Tabelle zusammen, wo er nur als Mittelmäßig bewertet wird? Denn wenn es um die Bildhomogenität (Farbreinheit) geht, dann gehört das mit zu den wichtigsten Eigenschaften für Fotografen und Bildbearbeiter. Oder sehe ich da was falsch?

Vielen Dank im voraus für eine Antwort!

Gruss BiGoOne
Ich denke für einen Monitor der kein reiner Grafik-Monitor ist, für den ist ein +/- bei der Farbreinheit durchaus in Ordnung. Wer absolute Farbreinheit benötigt, braucht einen anderen Monitor. Seit 2009 hat sich bei den Monitoren mit 144 HZ, G-Sync, Overdrive usw. einiges getan. Deshalb auch andere Bewertungsansätze. Ich denke der EIZO steht dem NEC in nichts nach beim Gaming.
Hallo Andi,

na das ist doch eine Wort.
Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Dann wird das wohl der Nachfolger meines NEC-Monitors.

Gruß
BiGoOne
Hallo

also ich habe jetzt den EV2750 seit ein paar Tagen im Einsatz und muss sagen ich bin begeistert. Nicht das der dem alten NEC in nichts nachsteht, sondern man muss schon sagen er ist sogar besser.
Aber trotz der schärferen Bewertung der heutigen Modelle gegenüber den von vor 6 Jahren kann ich nicht ganz nachvollziehen, warum der EIZO hier doch recht schlecht abschneidet. Dann müsste man den alten NEC heute mit einem doppelten dicken Minus bewerten.
Mal ganz ehrlich. Einen von den überteuerten sogenannten Gaming-Monitoren braucht man nicht wirklich. Auch wenn das ganze vielleicht nicht ganz so geschmeidig läuft wie auf den ASUS Zocker-Monitor, muss man sagen dass das echt nur meckern auf ganz hohem Niveau ist. Was ein Gaming-Monitor leisten kann, habe ich bei einem Kumpel bewundern dürfen. Das ist wirklich nur minimal der Unterschied. Also ich sehe keinen Grund, mir solch einen Monitor zulegen zu müssen. Und ich spiele nun mal auch alles von Ego-Shooter über Rennspiele, RTS und sonstiges. Für mich werden die Gaming Monitore eindeutig überbewertet und die Standardgeräte werden im Gegenzug zu schlecht dargestellt. Finde ich sehr schade. Denn das Display an sich ist bei dem EIZO deutlich hochwertiger als eben als Beispiel bei dem ASUS (279Q)?. Nur das eben dieser Gaming-Kram fehlt. Aber das sind Dinge, die alles teurer machen, aber das Display an sich wird dadurch auch nicht besser. Hier sollte bei den Spiel-Monitoren meiner Meinung nach deutlichere Abzüge geben.
Hallo,

was ist denn deine Meinung zur Ausleuchtung?
Die schneidet bei dem Modell ja eigentlich katastrophal ab. Alles andere was man von Eizo gewohnt ist.
huhu


bei wieviel % helligkeit erreicht man die 140 cd ?
thx
Das steht im Kalibrierungsreport (PDF) ganz unten:http://www.prad.de/download/Eizo%20EV2750-WT%20kal-srgb.pdf also also etwa bei 79.
supi danke

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